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"Schloss Hotel Velden": Schwere Vorwürfe um Finanzierung

SCHLOSSHOTEL AM WOERTHERSEE WIEDEREROEFFNET
(c) APA (Gert Eggenberger)
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120 Millionen Euro hat das touristische Prestigeprojekt Schloss Hotel Velden am Wörthersee gekostet. 40 Millionen davon sind angeblich nicht nachvollziehbar und könnten in Parteikassen gewandert sein.

Das 2007 mit großen Feierlichkeiten eingeweihte Schloss Hotel Velden am Wörthersee gerät in ein schiefes Licht. Für das touristische Prestigeprojekt Kärntens seien 120 Mio. Euro ausgegeben worden, 40 Mio. Euro davon seien aber nicht nachvollziehbar, so das Nachrichtenmagazin "Profil". Bauherrn war die Kärntner Holding Beteiligungs AG (KHBAG), eine Tochter der Kärntner Hypo Group Alpe Adria.

Da das Hotel als eines der Lieblingsprojekte des tödlich verunfallten Landeshauptmanns Haider galt, gingen eine Woche vor den Landtagswahlen in Kärnten sofort politisch die Wogen hoch. SPÖ-Klubchef Seiser forderte eine sofortige Offenlegung der Finanzierung "des BZÖ -Prestigeprojekts" und auch die Überprüfung durch den Landesrechnungshof.

"Ich schließe nicht aus, dass hier Gelder in Parteikassen umgeleitet wurden", meinte der Landesparteisprecher der Grünen, Rolf Holoub, gegenüber dem "Profil". "Wir bereiten eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft Klagenfurt vor."

Vorwürfe kommen auch von dem am Projekt beteiligten Wiener Architekturbüro Jabornegg & Palffy. Es fühlt sich übervorteilt und kündigte an, den Rechtsweg beschreiten zu wollen, um nach wie vor ausstehende Honorare einzufordern. "Aus dem bestehenden Vertragsverhältnis besteht eine Netto-Honorarschuld von 93.665,65 Euro zuzüglich Zinsen", rechnet Architekt Andras Palffy vor. KHBAG-Chef Kurt Mahnert sieht das naturgemäß differenziert: "Wir hatten ein gedeckeltes Honorar vereinbart. Wenn die Herren Architekten das Bedürfnis verspüren zu klagen, sollen sie es tun. Wir sehen dem gelassen entgegen."

(APA)