Investoren und andere Autobauer haben Interesse an der insolventen schwedischeb GM-Tochter Saab angemeldet. Diese hat ihre Geschäftspläne deutlich nach unten revidiert.
Für die schwedische GM-Tochter Saab gibt es nach ihrem Antrag auf Gläubigerschutz die ersten Kaufinteressenten. Saab-Chef Jan-Ake Jonsson sagte der Tageszeitung "Dagens Industri" am Sonntagabend, dass Investoren und andere Autobauer Interesse an der Opel-Schwestergesellschaft bekundet hätten.
Saab hatte am Freitag als der erste namhafte Autobauer im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise Gläubigerschutz beantragt. Auf diese Weise soll Saab saniert und ein unabhängiges und profitables Unternehmen werden, das für Investoren und Käufer interessant ist.
Zehn bis 15 Prozent weniger Autos
Zudem habe Saab die Geschäftspläne in den vergangenen Wochen deutlich nach unten korrigiert, sagte Jonsson. "Wir haben unsere Schätzungen zum Produktionsvolumen um zehn bis 15 Prozent revidiert." Die Zeitung berichtete, dass der Plan für dieses Jahr einem Absatz von 65.000 bis 70.000 Fahrzeuge vorsehe nach 94.000 im vergangenen Jahr. In drei bis vier Jahren rechne der Konzern mit einem Verkaufsanstieg auf 150.000 Einheiten.
Alte Modelle, hohe Kapazität
Saab gehört wie der deutsche Hersteller Opel zu dem in Schieflage geratenen US-Konzern General Motors. Der schwedische Autobauer leidet besonders unter der weltweiten Absatzkrise, weil es eine vergleichsweise alte Modellpalette hat. Außerdem kämpft der Konzern mit Überkapazitäten und hohen Kosten.
(Ag.)