Schnellauswahl

Bildungsministerin soll handeln

Die Initiative liberaler Muslime Österreich fordert die Suspendierung von Schakfeh.

"Wir sind bestürzt über die Vorgangsweise", solidarisiert sich die "Initiative liberaler Muslime Österreich" (ILMÖ) mit dem suspendierten Vorarlberger Islam-Lehrer Aly El Ghoubashy. Es handle sich um einen "Kardinalsfall", bei dem Anas Schakfeh, "wie ein Staat im Staat agiert". So kritisierte die Initiative den Vorsitzenden der islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGiÖ). "Wir fordern Bildungsministerin Claudia Schmied auf, endlich zu handeln."

Schmied solle Schakfeh als obersten Fachinspektor und die ihm unterstellten Fachinspektoren suspendieren, wiederholte die ILMÖ eine Forderung, die sie zuletzt am Dienstag in einem offenen Brief an die Ministerin gestellt hatte. Die für den Islam-Unterricht an heimischen Schulen Verantwortlichen seien "untragbar" geworden, verwies Ghessas auch auf bei der ILMÖ eingehende Anrufe mehrere Lehrer. "Sie haben Angst, ihre Meinung öffentlich zu sagen", ortet der Sprecher Zustände "wie in Saudi-Arabien".

Schakfeh hatte El Ghoubashy am Dienstag mit sofortiger Wirkung die Unterrichtserlaubnis an einer AHS in Feldkirch entzogen, nachdem dieser mehrfach Kritik an der Glaubensgemeinschaft geübt hatte. Ihr seit 1999 amtierender Vorsitzender Schakfeh stand zuletzt auch unter Kritik, weil seine Amtszeit als Präsident der IGGiÖ als abgelaufen gilt und nach Verzögerungen bei der Verabschiedung einer neuen Verfassung bisher keine Neuwahlen angesetzt worden sind.

(APA)