US-Großbanken erhalten weitere Staatshilfen

APA (epa)
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Die größten US-Banken erhalten weitere Unterstützung aus dem milliardenschweren staatlichen Rettungspaket. Die Regierung werde Vorzugsaktien aufkaufen, teilte das Finanzministerium mit. Die Umwandlung dieser Anteilsscheine in gewöhnliche Aktien soll das Vertrauen in die Finanzmärkte stärken. Fed-Chef Ben Bernanke wies zurück, dass die Regierung Großbanken wie die Citigroup verstaatlichen wolle.

Verstaatlichung bedeute, "dass die Regierung die Bank konfisziert" und es keine Aktionäre mehr gebe, sagte Bernanke vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses. "So etwas planen wir nicht." Möglicherweise werde die Regierung jedoch einen größeren Teil an Citigroup oder anderen Banken übernehmen. Citigroup hat bisher Staatshilfen in Höhe von 45 Milliarden Dollar (35,2 Mrd. Euro) erhalten, außerdem Garantien für faule Kredite im Volumen von mehreren hundert Milliarden Dollar.

Die US-Finanzbehörden haben am Mittwoch mit der internen Prüfung der angeschlagenen Großbanken begonnen, von deren Ergebnis sie weitere staatliche Hilfsgelder abhängig machen will. Von dem sogenannten Stress-Test versprechen sich die Behörden bis spätestens Ende April Aufschluss über die Zukunftsfähigkeit der Banken, wie es in einer am Mittwoch in Washington veröffentlichten Erklärung der Finanzaufsichtsbehörde FDIC heißt.

Die Überprüfung solle klären, "ob die größten US-Bankhäuser ausreichende Kapital-Puffer haben, um in einem konjunkturellen Umfeld zu bestehen, das noch größere Herausforderungen bereithält als das jetzige", erklärte die FDIC. Dem "Stress-Test" sollten sich Banken mit einem Vermögen von mindestens 100 Milliarden Dollar unterziehen.

(APA)

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