US-Regierung stockt Beteiligung an Citigroup auf

Die US-Regierung baut ihre Beteiligung an der taumelnden Citigroup massiv aus. Der staatliche Anteil an der einst größten Bank der USA werde von acht auf bis zu 36 Prozent erhöht, teilte das Kreditinstitut mit. Dies soll durch die Umwandlung von Vorzugsaktien über die Bühne gehen und den Steuerzahler kein zusätzliches Geld kosten.

Das Institut korrigierte zudem am Freitag seinen Verlust für 2008 noch einmal deutlich nach oben. Wegen weiterer Wertberichtigungen infolge der Finanzkrise von rund 9,6 Mrd. Dollar erhöht sich der Verlust um rund die Hälfte auf 27,7 Mrd. Dollar (21,9 Mrd. Euro).

Citi hat bereits 45 Mrd. Dollar staatliche Hilfen erhalten. Außerdem übernahm die Regierung Bürgschaften über rund 300 Mrd. Dollar für Risikopapiere. Nunmehr wandeln der Staat und mehrere Privatinvestoren Vorzugsaktien in Stammaktien um. Vorzugsaktien belasteten die Bilanz mit Kuponzahlungen in Höhe von mehreren Milliarden Dollar. Die Bank kündigte außerdem personelle Änderungen im Verwaltungsrat an. Dort solle es so schnell wie möglich eine Mehrheit neuer, unabhängiger Mitglieder geben, kündigte der Vorsitzende des Gremiums, Richard Parsons, an.

Die US-Regierung erwägt unterdessen auch eine Beteiligung oder den Kauf lukrativer Sparten des angeschlagenen Versicherers AIG. Die Regierung könnte das Tafelsilber des Konzern kaufen, wenn der Verkauf an andere Interessenten platze, hieß es. In Erwartung des höchsten Quartalsverlusts in der Wirtschaftsgeschichte versucht AIG derzeit Sparten zu verscherbeln. Finanzkreisen zufolge hat der Versicherer allein im vergangenen Quartal 60 Milliarden Dollar Verlust gemacht und steht das dritte Mal binnen weniger Monate vor der Pleite. Bisher sind Staat und Banken mit rund 150 Mrd. Dollar eingesprungen.

(APA)

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