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USA: 252 Banken droht inzwischen die Pleite

(c) REUTERS (Lee Jae-won)
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Die Zahl gefährdeter Institute hat sich im Vergleich zu 2007 verdreifacht. Noch gibt es in den USA rund 8300 Banken und Sparkassen. Seit Jänner sind bereits 14 Banken zusammengebrochen.

Das Risiko neuer Bankenpleiten verschärft sich in den USA weiter dramatisch. Die Zahl gefährdeter Institute auf der "roten Liste" der US-Einlagensicherung FDIC verdreifachte sich zum Jahresende im Vergleich zu 2007 auf 252 Banken. Insgesamt gibt es in den USA noch rund 8300 Banken und Sparkassen.

Im laufenden Jahr brachen schon 14 meist kleinere Geschäftsbanken zusammen. In 2008 traf es insgesamt 25 Institute. Darunter war allerdings mit der einst führenden US-Sparkasse Washington Mutual der größte Zusammenbruch einer Geschäftsbank in der US-Geschichte.

Drittel mit roten Zahlen

Die über die FDIC versicherten rund 8300 Institute erlitten im Schlussquartal 2008 alle zusammen rechnerisch einen Verlust von 26,2 Milliarden Dollar (20,5 Mrd Euro). Dies war das erste Branchenminus seit der letzten Bankenkrise vor fast 20 Jahren, wie die FDIC (Federal Deposit Insurance Corporation) am Donnerstagabend in Washington mitteilte.

Fast ein Drittel der Branche schrieb im Schlussquartal rote Zahlen. Für einen Gutteil der Verluste sorgten allerdings eine Handvoll Großbanken.

Die FDIC gibt die Namen der vom Aus bedrohten Banken nicht bekannt, um die Probleme nicht zusätzlich etwa durch einen Ansturm besorgter Anleger zu verschärfen. Bisher konnte sie die meisten zusammengebrochenen Institute an Wettbewerber verkaufen.

Für nicht mehr verkäufliche Vermögenswerte oder ganze Banken musste die FDIC dennoch zuletzt so stark wie lange nicht einspringen. Der Einlagensicherungsfonds schmolz dadurch allein im vierten Quartal 2008 um fast die Hälfte auf 19 Milliarden Dollar drastisch zusammen.

 

(APA)