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Herren-RTL: Kein Stockerlplatz für ÖSV-Läufer

(c) Gepa (Oliver Lerch)
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Der US-Amerikaner Ted Ligety wiederholte im Weltcup-Riesentorlauf in Kranjska Gora seinen Vorjahressieg. Romed Baumann wurde als bester ÖSV-Läufer Vierter.

Benjamin Raich landete an seinem Geburtstag im Riesentorlauf von Kranjska Gora nur an der 15. Stelle und verlor die Führung im Disziplinweltcup an den Tageszweiten Didier Cuche aus der Schweiz. Der Sieg ging an den US-Amerikaner Ted Ligety, der damit den Vorjahreserfolg in Slowenien wiederholte, Dritter wurde der Italiener Massimiliano Blardone. Als bester Österreicher kam Romed Baumann wie schon zuletzt in Sestriere auf Platz vier.

Dass der halbzeitführende Cuche mit einem dosierten Finale den Sieg Ligety überlassen musste, wird der Schweizer verschmerzen, denn der Rückfall Raichs von vier auf 15 brachte dem 34-jährigen Schweizer in die Pole-Position um die kleine Kristallkugel. Cuche hat nun 52 Zähler Vorsprung auf Raich und 73 auf Ligety, und es steht nur noch der Riesentorlauf in der Finalwoche von Aare aus.

"Alles wäre möglich gewesen"

Für den 24-jährigen Ligety war es der vierte Weltcupsieg seiner Karriere und auch der vierte im Riesentorlauf. "Es wird schon einen Grund haben, warum ich hier wieder gewonnen habe, es sind jedenfalls gute Punkte", sagte der US-Amerikaner, der das steile Gelände und drehende Kurse mag. Für die US-Herren ist es zugleich der erste Saisonsieg gewesen, in nun bisher 29 Weltcup-Bewerben hat es bereits 21 verschiedene Sieger gegeben.

"Die Piste war perfekt, heute wäre alles möglich gewesen", ärgerte sich der dreifache Saisonsieger Raich (zwei Riesentorläufe, eine Super-Kombination). Was die zwei Kristallkugeln betrifft, sieht er noch nichts verloren. "Es heißt aber, dass man voll angreifen muss und ganz vorne sein muss, dann gibt es noch eine Chance." In der Gesamtwertung führt weiter der Kroate Ivica Kostelic, der am Samstag 20. wurde, vor Raich.

Baumann wieder bester ÖSV-Läufer

Den Aufwärtstrend bestätigt hat Baumann, der nach dem für ihn so erfolgreichen Weltcup-Wochenende in Sestriere (Vierter im Riesentorlauf, Sieg in Super-Kombination) wieder am Podest rüttelte. "Es ist nicht schlimm, dass ich den Stockerlplatz verpasst habe, ich habe ja den Sieg von der letzten Woche", rief der Hochfilzener in Erinnerung. "Es war heute komplett anders als in Sestriere, dass ich da auch mithalten kann, das macht mich stolz", meinte Baumann, der nun alles daransetzen will, in Aare voll zuzuschlagen.

Zweitbester Österreicher war Philipp Schörghofer auf Platz sieben, für den 26-jährigen Filzmooser ist es das beste Ergebnis seiner Karriere (bisher zweimal Achter in Sölden und Val d'Isere 2008). "Ich bin sehr zufrieden, es war ein guter zweiter Lauf von mir, er ist mir besser gelegen als der erste", sagte der Riesentorlauf-Spezialist, der zur Halbzeit 17. gewesen war. Mit der Steigerung von Halbzeit-Rang 24 auf 12 zufrieden war auch Hannes Reichelt. "Ich wollte wieder mal das Ziel sehen, so was hört man von mir zwar nicht oft, aber nach so einer Serie war das notwendig", sagte der durch zahlreiche Ausfälle zuletzt verunsicherte Läufer.

Stephan Görgl musste sich nach Rang 2 vor einer Woche dieses Mal nach fehlerhaften Läufen auf harter, aber nicht glatter Piste mit Platz 19 begnügen. Im Finale ausgeschieden ist Marcel Hirscher, der nach dem ersten Durchgang noch Sechster gewesen war.

(APA)