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Tschetschenen-Mord: U-Haft über Fluchthelfer erneut verlängert

TSCHETSCHENEN-MORD IN WIEN: FLUCHTAUTO
(c) APA (Polizei)
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Der 40-jährige Tschetschene ist der Besitzer des Wagens, mit dem die Täter nach der Schießerei in Wien abgeholt worden sein sollen.

Die U-Haft über den mutmaßlichen Fluchthelfer Otto K. im Mordfall Umar Israilov ist am Montag erneut für ein Monat verlängert worden. Der 40-jährige Tschetschene ist der Besitzer des Wagens, mit dem die Täter nach der Schießerei in Wien abgeholt worden sein sollen. Otto K. wurde wenige Stunden nach dem Mord an dem 27-jährigen Flüchtling auf einem Parkplatz in Niederösterreich festgenommen.

Die Verlängerung der U-Haft ist laut Gericht rechtskräftig, bisher bestritt der Tschetschene jeglichen Tat-Zusammenhang. Umar Israilov war am 13. Jänner nach einer Verfolgungsjagd durch zwei Männer in Wien-Floridsdorf auf offener Straße erschossen worden. Der politische Flüchtling hatte mehrmals vergeblich um Polizeischutz gebeten. Die Familie des Opfers sprach nach der Tat von einer Verfolgung des 27-Jährigen durch Männer des Tschetschenen-Präsidenten Ramsan Kadyrow.

In den Tagen nach der Ermordung des politischen Flüchtlings hatte die Polizei in Österreich neben Otto K. sieben weitere Landsmänner des Opfers wegen mutmaßlicher Beteiligung festgenommen. Vier Personen wurden mittlerweile wieder enthaftet. Seit 19. Februar sitzt in Polen einer der mutmaßlichen Haupttäter, der 31-jährige Tschetschene Turpal Ali J., in Haft. Österreich hat die Auslieferung beantragt. Eine Entscheidung liegt laut Staatsanwaltschaft noch nicht vor.