Dow-Jones erstmals seit 1997 unter 7.000 Punkten

US-Aktienmärkte haben am Montag aus Angst vor einer weiteren Verschärfung der Wirtschaftskrise ihre dramatische Talfahrt fortgesetzt. Der Dow-Jones-Index fiel erstmals seit Oktober 1997 unter die Marke von 7.000 Punkten. Für Unbehagen unter den Börsianern sorgte der ehemals weltgrößte Versicherer American International Group (AIG) mit dem größten Verlust der Wirtschaftsgeschichte.

Im Tagesverlauf präsentierte sich der Dow Jones Industrial Index mit einem Abschlag von 3,34 Prozent auf 6.827,25 Einheiten und rutschte somit erstmals seit Oktober 1997 unter der 7.000-Punkte-Marke. Der Ölpreis fiel um fast zehn Prozent. Zum Handelsschluss am Montag lag der Preis für ein Barrel 40,15 US-Dollar. Im vergangenen Juni hatte der Ölpreis noch einen Höchststand von fast 150 Dollar erreicht.

Unter den an der New York Stock Exchange gelisteten Titel standen sich bisher lediglich 259 Gewinner und 2.833 Verlierer gegenüber. 53 Werte notierten unverändert. Bis zum oben genannten Zeitpunkt wurden rund 845,52 Mio. Aktien umgesetzt.

Neue Negativrekorde wurden in der Finanzkrise publik und drückten stark auf die Kurse an der Wall Street. Nur drei Tage nach der historischen Teilverstaatlichung der einst weltgrößten Bank Citigroup gibt der Versicherer AIG für 2008 einen Rekordverlust von knapp 100 Milliarden Dollar bekannt und braucht schon wieder Geld vom Staat.

Die US-Regierung muss dem Konzern mit weiteren 30 Milliarden Dollar unter die Arme greifen, um ihn künstlich am Leben zu halten. Am Aktienmarkt sorgten die neuen Hiobsbotschaften aus der Finanzbranche für einen weiteren Kursrutsch.

Auf der Gegenseite konnten die Konjunkturdaten positiv überraschen. Nach sechs Rückgängen in Folge sind die Konsumausgaben im Jänner erstmals wieder gestiegen, auch die persönlichen Einnahmen konnten ebenfalls zulegen. Weitere Handelsimpulse werden von den anstehenden Daten zum ISM-Index und den Bauausgaben erwartet.

(APA)

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.