Die Raiffeisen Vorsorgewohnungserrichtungs GmbH (RVW) hat Interessenten und Käufer von Vorsorgewohnungen genauer unter die Lupe genommen.
Wer sind die Personen, die Vorsorgewohnungen kaufen? Was erwarten sie sich davon und wo kaufen sie bevorzugt? Diese Fragen stellte sich die Raiffeisen Vorsorgewohnungserrichtungs GmbH (RVW) und beauftragte das Marktforschungsinstitut wissma im September und Oktober mit einer entsprechenden Erhebung. Die aufschlussreichen Ergebnisse liegen jetzt vor.
Demnach sind die Hotspots für Vorsorgewohnungen in Wien klar innerhalb des Gürtels zu finden. Am wenigsten gefragt hingegen sind die Bezirke Favoriten, Simmering und Rudolfsheim-Fünfhaus.
Mit 68 Prozent ist laut Studie ist der überwiegende Anteil der Vorsorgewohnungskäufer männlich, die Mehrheit der Interessenten verfügt darüber hinaus über einen Hochschul- oder Universitätsabschluss.
Als Gründe für den Kauf einer Vorsorgewohnung werden zunächst die sichere Veranlagung genannt, gefolgt vom Schutz des Vermögens vor Inflation. Erst an fünfter Stelle werden die Vorzüge der Vorsorgewohnung als Steuersparmodell gereiht. Auch hier zeigt sich klar das Bedürfnis der Vermögensabsicherung in wirtschaftlich volatileren Zeiten.
Lage wichtigstes Auswahlkriterium
Die Befragten reihen die Lage der Vorsorgewohnung an erster Stelle. Da die Lage für die Vermeidung von Leerstand hauptausschlaggebend ist, liegt die Vermutung nahe, dass die Vermietbarkeit klar voran das Wichtigste ist. Auch die Renditeerwartung beziehungsweise das Wertsteigerungspotential der Immobilie basiert auf der Lage, sie wurde aber getrennt abgefragt und landete auf Platz 5. Somit zeigt sich auch hier klar: Für Vorsorgewohnungskäufer steht die Vermögensabsicherung noch vor der Rendite im Fokus. Ebenfalls beachtlich: Die Bekanntheit und Reputation des Anbieters wird an nur sechster Stelle verhältnismäßig gering gewichtet.
44 Prozent und damit die stärkste Gruppe unter den Interessenten an Vorsorgewohnungsprodukten sind in der Alterskategorie 30-39 zu finden, nur neun Prozent dieser Gruppe schreiten dann aber auch zur Tat. Unter den tatsächlichen Käufern ist die stärkste Gruppe - wohl aus finanziellen Gründen - die der 40-49-Jährigen.
Betreutes Wohnen im Hinterkopf
Im Zuge der Studie wurden die Befragten zudem gebeten, ihre Präferenz für neue Formen von Vorsorgewohnungen anzugeben: Großen Anklang findet hierbei die Idee von Vorsorgewohnungen, die für betreutes Wohnen ausgerichtet sind (extra Zimmer, getrennt begehbare Einheiten). 83 Prozent werten diese Form als ausgezeichnet, sehr gut oder gut. 75 Prozent können sich außerdem Vorsorgewohnungen im sanierten Altbau gut vorstellen.