Nachfrage auf deutschem Automarkt stark gestiegen

Lichtblick für die krisengeschüttelte Autoindustrie: Die Verschrottungsprämie und die neue Kfz-Steuer haben den deutschen Herstellern im eigenen Land den höchsten Februar-Absatz seit zehn Jahren beschert. An den düsteren Aussichten für 2009 ändert dies aber wenig, vor allem wegen der drastischen Exportrückgänge. Nachgefragt waren vor allem kleinere Autos. Die Oberklasse verbuchte 28 Prozent minus.

BMW einschließlich Mini verlor 25 Prozent, Mercedes 26,9 Prozent, allerdings legte die gesondert ausgewiesene Marke Smart 16,2 Prozent zu. Die Zulassungen von Porsche sanken um 32,8 Prozent. Von den deutschen Herstellern profitierten nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes vor allem Ford und VW von der Entwicklung. Bei den Importeuren gab es teils massive Zuwächse vor allem bei Hyundai, Suzuki und Toyota. Insgesamt stieg nach der Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes die Zahl der Neuzulassungen im Februar um 21,5 Prozent auf 277.740 Fahrzeuge.

"Trotz der erfreulichen Februarzahlen im Inland sind wir von einer nachhaltigen Erholung der Weltmärkte noch weit entfernt", warnte der Chef des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, vor zu großen Hoffnungen. Die Lage sei auch deshalb dramatisch, weil "alle wichtigen Automobilmärkte nahezu zeitgleich von der weltweiten Krise" erfasst worden seien. In den ersten Monaten 2009 habe sich die Lage auf den internationalen Märkten sogar noch verschärft. Die Ausfuhren deutscher Hersteller brachen nach Angaben des VDA im Februar denn auch um 51 Prozent auf nur noch 202.000 Einheiten ein.

(APA)

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