Wiener Börse zu Mittag: ATX mit moderaten Abschlägen

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Zu Wochenschluss verlief der Handel in Wien weitgehend impulslos. Durchwachsene Industriedaten aus Frankreich und Deutschland setzten keine Impulse.

Die Wiener Börse hat sich heute, Freitag, zu Mittag bei gutem Volumen mit leichterer Tendenz präsentiert. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 2.194,36 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 4,98 Punkten bzw. 0,23 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt +0,08 Prozent, FTSE/London +0,60 Prozent und CAC-40/Paris -0,28 Prozent.

Zu Wochenschluss verlief der Handel in Wien weitgehend impulslos. Durchwachsene Industriedaten aus Frankreich und Deutschland setzten keine Impulse. In Frankreich ist das Verarbeitende Gewerbe im September stagniert, während Analysten einen Rückgang erwartet hatten. In Deutschland hat sich die Industrieproduktion hingegen etwas verbessert - allerdings hatten Ökonomen hier einen stärken Zuwachs erwartet.

Viele Anleger dürften sich vor der Veröffentlichung des monatlichen US-Arbeitsmarktbericht für Oktober zurückhalten, hieß es aus dem Handel. Der Bericht wird am Nachmittag vorgelegt, Analysten erwarten eine weiter robuste Entwicklung des Jobmarkts.

In Wien stand die angelaufene Kapitalerhöhung der Telekom Austria (TA) im Mittelpunkt. 221,5 Millionen neue Aktien sollen zum Preis von 4,57 Euro an den Mann gebracht werden. Die Kernaktionäre, America Movil und die Staatsholding ÖIAG, haben sich zur Teilnahme an der Kapitalerhöhung verpflichtet. Nach zwischenzeitlichen Kursverlusten im Eröffnungshandel drehte die TA-Aktie am Vormittag ins Plus und notierte zuletzt mit Zugewinnen von 0,91 Prozent bei 5,90 Euro.

Die Berichtssaison läuft unterdessen weiter. Der Kranhersteller Palfinger hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2014 weniger Gewinn bei steigendem Umsatz erzielt. Das Konzernergebnis liegt mit 32,4 Mio. Euro unter dem Vorjahreszeitraum von 34,3 Mio. Euro. Der Umsatz stieg in den ersten drei Quartalen um 11 Prozent auf 795,1 Mio. Euro. Nach leichten Verlusten im Frühhandel notierten die Titel zuletzt mit einem Plus von 0,94 Prozent bei 18,73 Euro.

Außerdem wurden eine Reihe neuer Studien zu an der Wiener Börse notierten Werten veröffentlicht. Für die Andritz-Aktie haben die Analysten der Berenberg Bank ihre Kaufempfehlung und ihr Kursziel von 50 Euro bestätigt. Auch JPMorgan äußerte sich zu den Titeln des steirischen Anlagenbauers. Die Analysten der US-Großbank bestätigten sowohl ihr Kursziel von 52 Euro als auch ihre "Overweight"-Empfehlung. Andritz-Titel notierten zuletzt mit einem Plus von 3,32 Prozent bei 42,50 Euro.

HSBC senkte hingegen das Kursziel für voestalpine-Aktien von 31,20 auf 30,10 Euro. Das Rating "Underweight" bleibt aufrecht. Die Analysten verwiesen auf enttäuschende Einnahmen im zweiten Quartal. Die Papiere der voestalpine notierten zuletzt mit einem Plus von 0,85 Prozent bei 31,34 Euro. Zu einer Kurszielanpassung kam auch in der neuesten RCB-Studie zur AMAG-Aktie. Statt mit 26,5 Euro errechneten die Analysten nun ein Ziel von 28 Euro. AMAG-Titel standen zuletzt unverändert bei 27 Euro.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX kurz nach Sitzungsbeginn bei 2.205,38 Punkten, das Tagestief lag kurz vor 11.55 Uhr bei 2.193,43 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 0,21 Prozent tiefer bei 1.100,18 Punkten. Im prime market zeigten sich 18 Titel mit höheren Kursen, 15 mit tieferen und zwei unverändert. In drei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 4.009.196 (Vortag: 1.546.749) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 63,86 (51,12) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Immofinanz mit 2.528.595 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 11,71 Mio. Euro entspricht.

(APA)

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