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Can you English?

(c) Rabenhof
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Es gehört zu den schönsten Nebenbeschäftigungen der Welt: schlechtes Englisch.

Es hellt den tristen Büroalltag ungemein auf, ein freundliches „How goes it you?“ entgegengeschmettert zu bekommen. Und erreicht mich ein derart geschriebenes Mail, gerate ich vor dem „picture umbrella“ regelmäßig „fully out of the little house“, wenn Sie wissen, was ich meine. Dementsprechend können Sie sich sicher vorstellen, dass ich ein großer Fan von Richard Lugner bin. Wenn etwa eines seiner Neomausis in einem Nobelhotel am Frühstückstisch nach einem „Mirror Egg“ verlangt, „make I me almost in the trousers“, wie der Engländer sagt.

Sollten Sie auch zu jener Spezies gehören, lege ich Ihnen ein Kleinod ans Herz, das kürzlich per YouTube seine Runden machte: ein Interview mit dem österreichischen Pornodarsteller Marcello Bravo, der mit den Worten „In Porno is so, jo“ über die technischen Schwierigkeiten beim Dreh philosophiert: „It's only in the head – I can eat five Viagra. When I don't have a Complication in the head, when I think too much, it don't go up.“ Sehr erhellend, das. „Is so, jo!“ Damit es nun ein bisschen besser mit der Kommunikation klappt, gibt es eine Reihe von Kursen. Besonders empfehlenswert dabei ist „Learning English with Austrofred“ im Theater im Rabenhof. Dabei übersetzt das österreichische Pendant zu Freddie Mercury seine Liedtexte aus dem Österreichischen (wie sagt man etwa „Norrenkastl“?) ins Englische – mithilfe des Publikums, selbstverständlich.

Lange habe ich nach Absolvierung des Austrofred-Kurses überlegt, ob ich nicht sogar die ganze Kolumne in Englisch verfasse. „That would you so pass, or?“ Aber ich will mich ja nicht zum Trottel machen.


erich.kocina@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.03.2009)