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Putin: "Ukraine behindert Untersuchung von MH17-Absturz"

Ein OSZE-Beobachter und ein niederländischer Ermittler stehen am 6. November nahe der MH17-Absturzstelle in der Ostukraine.
Ein OSZE-Beobachter und ein niederländischer Ermittler stehen am 6. November nahe der MH17-Absturzstelle in der Ostukraine.(c) imago/ITAR-TASS
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Die Untersuchungen in der Ostukraine bleiben schwierig. Bei Kämpfen in der Region Donezk kamen zwei Soldaten ums Leben.

Wer ist schuld am Absturz von Flug MH17 in der Ostukraine? Eine oft gestellte Frage, die auch nach fast vier Monaten immer noch unbeantwortet bleibt. Am Montag meldete sich wieder einmal Russlands Präsident Wladimir Putin in der Causa zu Wort. Er hat der Ukraine vorgeworfen, die Suche nach der Absturzursache der malaysischen Passagiermaschine zu behindern. Es seien nicht die Rebellen, die einen Einsatz von Ermittlern am Unglücksort in der Ostukraine unmöglich machten, sagte Putin am Montag in einem Gespräch mit dem malaysischem Ministerpräsidenten Najib Razak am Rande des APEC-Gipfels in Peking.

Die Ermittlungen vor Ort würden hingegen durch den anhaltenden Granatenbeschuss der ukrainischen Einheiten verhindert. Bei dem Absturz der Boeing 777 der Malaysian Airlines am 17. Juli waren 298 Menschen ums Leben gekommen, die meisten von ihnen Niederländer. Die Ukraine und der Westen werfen den prorussischen Rebellen vor, sie hätten das Flugzeug mit einer Rakete abgeschossen. Die Separatisten bestreiten dies. Wegen der anhaltenden Kämpfe haben internationale Experten derzeit kaum Zugang zum Flugzeugwrack.

Nationaler Gedenktag in den Niederlanden

Die Niederlande gedachten am Montag mit einem nationalen Gedenktag der Opfer des Flugzeugabsturzes. Im ganzen Land wehten die Flaggen vor offiziellen Gebäuden auf halbmast. An der zentralen Feier auf dem Amsterdamer Messegelände nahmen neben Angehörigen der Absturzopfer auch die Königsfamilie und Ministerpräsident Mark Rutte teil.

Rutte sprach den mehr als 1600 Angehörigen am Montag im Namen des Landes sein Mitgefühl aus. "Gemeinsam sind wir entsetzt, gemeinsam sind wir wütend, gemeinsam sind wir still."

Kämpfe in der Ostukraine

Von einer echten Waffenruhe konnte in der Ostukraine auch bisher nicht die Rede sein. Die derzeitigen Kämpfe in der Region Donezk erreichen allerdings eine neue Dimension. Bei heftigen Gefechten zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten wurden mindestens zwei Soldaten getötet. Fünf seien innerhalb von 24 Stunden verletzt worden, teilte Sicherheitsratssprecher Andrej Lyssenko am Montag in Kiew mit.

Kämpfe gab es demnach am Flughafen der Separatistenhochburg Donezk sowie bei den Städten Debalzewo und Slawjanoserbsk. In Donezk waren in der Nacht nach Angaben des Stadtrats Artilleriesalven zu hören, am Montag war die Lage zunächst ruhig.

Im ostukrainischen Charkiw wurden bei einer Explosion in einer Bar am Sonntagabend elf Menschen teils schwer verletzt. Der Geheimdienst in Kiew ging von einem Terroranschlag aus. Der Ort gilt als Treffpunkt von proukrainischen Kräften.

(APA/dpa)