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Deutsche Wirtschaft wächst 2015 nur um ein Prozent

(c) imago/Susanne H�bner (imago stock&people)
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Die Wirtschaftswiesen sind in ihrem Jahresgutachten pessimistischer als die deutsche Regierung. Das Arbeitsmarkt bleibt stabil.

"Die deutsche Wirtschaft befinde sich in einem außenwirtschaftlich schwierigen Fahrwasser": Mit diesen Worten begründete Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel vor wenigen Wochen die Senkung der Konjunkturprognosen für Deutschland für 2014 und 2015. Demnach soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll in diesem Jahr statt der bisher erwarteten 1,8 nur noch um 1,2 Prozent wachsen, im kommenden Jahr statt 2,0 um 1,3 Prozent.

Nun setzen die fünf Wirtschaftsweisen noch eins drauf. Nach deren Einschätzung könnte die Konjunkturflaute heftiger ausfallen als bisher befürchtet. Die Top-Berater der deutschen Bundesregierung erwarten im nächsten Jahr nur noch ein Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent. Das berichtete die "Süddeutsche Zeitung" ("SZ") unter Berufung auf das neue Jahresgutachten, das die Professoren an diesem Mittwoch in Berlin Kanzlerin Angela Merkel (CDU) übergeben. Für das laufende Jahr wollen die Wirtschaftsweisen nun ihre Prognose von 1,9 Prozent auf 1,2 Prozent senken.

Dämpfer nach gutem Start

Nach einem überraschend guten Start im Frühjahr 2014 habe die Konjunktur einen deutlichen Dämpfer erhalten. Dafür seien die weltwirtschaftlichen Krisen und die schleppende Erholung im Euroraum mitverantwortlich. Die Experten sehen aber auch Fehler bei der großen Koalition in Berlin: Der eingeschlagene Kurs in der Energiepolitik sowie in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik könne sich negativ ausgewirkt haben.

Um zusätzliche Wachstumsimpulse auszulösen, will Schwarz-Rot nun ein 10 Mrd. Euro umfassendes Investitionsprogramm auflegen - ohne dafür neue Schulden machen zu müssen. Das hatte der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in der vorigen Woche angekündigt. Das Ziel eines ausgeglichenen Bundeshaushalts will Schäuble dennoch erreichen.

Arbeitsmarkt bleibt stabil

Der Arbeitsmarkt in Europas größter Volkswirtschaft ist laut dem Gutachten unverändert robust. Für 2014 rechnen die Wirtschaftsweisen mit 42,641 Millionen und für 2015 mit 42,795 Millionen Erwerbstätigen - damit soll die Beschäftigung auf Rekordniveau bleiben.

Die Arbeitslosenquote werde in beiden Jahren konstant bei 6,7 Prozent liegen. Der hohe Beschäftigungsstand stütze den Konsum, heißt es in dem gut 404 Seiten starken Gutachten mit dem Titel "Mehr Vertrauen in Marktprozesse".

>> Bericht in der "SZ"

(APA/dpa)