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"Totales Versagen": Kritik an langen Asylverfahren von Minderjährigen

Kritik an langen Asylverfahren
Themenbild Asylwerberimago/epd
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Die Diakonie vermutet, dass Asylerfahren bewusst verzögert werden, damit unbegleitete Minderjährige ihre Familien nicht nachholen können.

Der Verein Asylkoordination und die Diakonie kritisieren die lange Dauer von Asylverfahren bei unbegleiteten Minderjährigen. Viele jugendliche Flüchtlinge seien seit eineinhalb Jahren in Österreich und noch nicht einmal einvernommen worden. Bis sie Asyl bekämen, seien sie oft bereits über 18 Jahre alt - dann haben sie kein Recht mehr, ihre Familien nachzuholen.

Anny Knapp, Obfrau des Vereins Asylkoordination, spricht im "Ö1-Morgenjournal" von "totalem Versagen" und einem "Skandal". Die Diakonie vermutet gar, dass die Verfahren bewusst verzögert werden.

Im Innenministerium weist man die Vorwürfe zurück. Lange Verfahren würden oft dann entstehen, wenn Asylwerber fälschlich angeben, sie seien minderjährig.

>> Bericht im Ö1-Morgenjournal

(Red.)