Der Dow Jones schaffte am Dienstag das höchste Plus seit Jahresbeginn. Auslöser ist eine E-Mail von Citigroup-Chef Pandit. Er verweist darin auf einen erfolgreichen Start ins Jahr 2009.
Beruhigende Äußerungen von Citigroup-Chef Vikram Pandit bescherten dem Dow-Jones-Index am Dienstag das höchste Plus seit Jahresbeginn. Der Index sprang um 5,80 Prozent auf 6.926,49 Zähler nach oben. Der marktbreite S&P-500-Index kletterte um 6,37 Prozent auf 719,60 Punkte. An der technologielastigen NASDAQ-Börse schloss der Composite-Index 7,07 Prozent höher bei 1.358,28 Zählern. Der NASDAQ 100 legte um 6,57 Prozent auf 1.112,44 Zähler zu.
Bisher verlaufe das Geschäft in den ersten drei Monaten so gut wie seit dem dritten Quartal 2007 nicht mehr und die Bank sei in den ersten beiden Monaten profitabel gewesen, hieß es in einer am Dienstag von der "New York Times" auf ihrer Internetseite veröffentlichten internen E-Mail-Nachricht des Citi-Chefs vom Montag.
Bis Ende Februar habe die Citigroup bei den Erträgen vor Sonderposten wie Abschreibungen auf den Wertpapierbestand mit 19 Milliarden Dollar bereits fast den Durchschnitt der Quartale im vergangenen Jahr erreicht, schrieb der Citigroup-Chef. Nach Pandits Darstellung in der internen Mitteilung lag der Ertrag vor Sonderposten im vergangenen Jahr bei durchschnittlich 21 Milliarden Dollar pro Quartal. Zudem lägen die Kosten bis Ende Februar mit 8,1 Milliarden Dollar unter den Planungen der Bank.
Citigroup-Aktie legt um bis zu 35 Prozent zu
"Wir werden eine nette freundliche Eröffnung sehen, sollten die Dinge so bleiben wie sie sind", hatte zuvor bereits Peter Cardillo, Chef-Ökonom bei Avalon Partners in New York gesagt. "Es gibt eine kleine Unterbrechung in dem sonst eher negativen Nachrichtenfluss aus Washington." Der Markt interpretiere die Nachrichten der Citigroup als positiv, fügte der Experte hinzu.
Bestehe bleibe trotz des positven Handelsstarts aber die Herausforderung, diese Gewinne auch aufrecht zu erhalten, sagten Marktteilnehmer.
Bereits im vorbörslichen Handel legten die Papiere der Citigroup um mehr als 15 Prozent zu und beflügelten andere Bankenwerte wie JPMorgan und Bank of America. Im Handelsverlauf stiegen die Papiere der Citigroup dann zeitweise um mehr als 35 Prozent. Am Ende stand ein Plus von 38,10 Prozent auf 1,45 US-Dollar.
Auch Pharma-Branche im Rampenlicht
Nach Kommentaren von Wachovia-Analysten dürften die Aktien von Merck & Co. und Schering-Plough erneut ins Rampenlicht rücken. Nach Ansicht der Experten könnte Johnson & Johnson versuchen, einen Gegengebot für Schering-Plough vorlegen, nachdem Merck am Montag seine 41,1-Milliarden Dollar schwere Offerte unterbreitet hatte.
"Angesichts der Aktien-Komponente und dem Kursverlust von acht Prozent am Montag ist der Werte der Merck-Offerte bereits um einen Dollar auf 22,60 Dollar gefallen", schrieben die Analysten in einer Studie. "Unsere Analyse zeigt, dass Johnson & Johnson eine Prämie von zehn Prozent gegenüber Merck's Offerte zahlen könnte." Alle drei Werte legten im vorbörslichen Handel zu.
(Ag./phu)