Ahmadinejad prophezeit den Zusammenbruch des Kapitalismus

IRAN ECO
(c) AP (Hasan Sarbakhshian)

Der Sozialismus ist bereits gescheitert, nun ist die freie Marktwirtschaft an der Reihe, meint der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad. Er sprach sich auch für eine arabische Einheitswährung aus.

Nach Meinung des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad steht der Zusammenbruch des Kapitalismus bevor. Nach dem Kollaps des sozialistischen Wirtschaftssystems sei nun auch die freie Marktwirtschaft gescheitert, erklärte Ahmadinejad am Mittwoch in einer vom Fernsehen übertragenen Ansprache zur Eröffnung eines regionalen Wirtschaftsgipfels in Teheran.

Einheitswährung für die Region

Ahmadinejad schlug den Gipfelteilnehmern die Einführung einer Einheitswährung vor. Zudem beklagte er die der Welt "von den USA aufgezwungene ungerechte und unverantwortliche Wirtschaftsordnung". Stattdessen sollten die ECO-Staaten eine "sichere ökonomische Situation" schaffen. Außerdem regte der iranische Präsident die Schaffung einer gemeinsamen Bank der Mitglieder der Organisation an.An dem Treffen der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (ECO) in der iranischen Hauptstadt nehmen Spitzenvertreter von zehn Staaten teil. Die ECO war 1985 vom Iran, der Türkei und Pakistan gegründet worden.

Konferenzteilnehmer in Teheran sind neben Ahmadinejad der pakistanische Präsident Asif Ali Zardari, der türkische Präsident Abdullah Gül sowie deren Amtskollegen aus Afghanistan, Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan.

Der afghanische Präsident Hamid Karzai wollte das Treffen nützen, um den Iran zur Teilnahme an einer für 31. März geplanten Afghanistan-Konferenz zu bewegen. Als Ehrengäste sind der irakische Präsident Jalal Talabani und der syrische Vizepräsident Faruk al-Sharaa eingeladen.

(Ag.)