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Preis der Leipziger Buchmesse an Sibylle Lewitscharoff

(c) APA (Gert Eggenberger)
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Daniel Kehlmann geht leer aus: Die Bachmann-Preisträgerin Lewitscharoff gewinnt den Preis der Leipziger Buchmesse. Herfried Münkler wird mit dem Sachbuchpreis ausgezeichnet.

Die Autorin Sibylle Lewitscharoff ist mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2009 gewürdigt worden. Sie erhielt die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung am Donnerstag in der Kategorie Belletristik für Ihr Werk "Apostoloff" (Suhrkamp). Lewitscharoff schaffte ihren Durchbruch mit dem Roman "Pong". Die Stadt Klagenfurt zeichnete sie dafür im Jahr 1998 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis aus. In "Apostoloff" gehen zwei Schwestern und ein Mann auf einer Autotour, die mehr innere Suche als touristische Erkundung ist.

Mit ihr nominiert waren Wilhelm Genazino, Reinhard Jirgl, Daniel Kehlmann ("Ruhm"), Andreas Maier und Julia Schoch.

"Die Deutschen und ihre Mythen"

In der Kategorie Sachbuch/Essayistik gewann Herfried Münkler für "Die Deutschen und ihre Mythen" (Rowohlt), als bester Übersetzer wurde Eike Schönfeld ausgezeichnet - für "Humboldts Vermächtnis" (Kiepenheuer & Witsch).

Der mit insgesamt 45.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse wurde zum fünften Mal vergeben. Die von Messe, Stadt und Land jährlich verliehene Auszeichnung würdigt herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen in den Kategorien Belletristik und Sachbuch/Essayistik sowie Übersetzungen. Die Jury unter Vorsitz von "Zeit"-Literaturchef Ulrich Greiner wählte aus rund 760 Titeln aus.

 

(Ag.)