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WWW-Erfinder Tim Berners-Lee will Online-Schnüffeln verbieten

US-BERNERS-LEE-INTERNET
(c) EPA (Emilie Sommer)
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Anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums des World Wide Web klagte sein Erfinder über die Auswüchse der Datensammlung durch Firmen und Regierungen. Surfen solle frei bleiben.

Weder Firmen, noch Regierungen sollten die Erlaubnis haben, Surfverhalten auszuspionieren. Der Vater des World Wide Web, Tim Berners-Lee, fand klare Worte zur Entwicklung des Internet. Auf einer Konferenz in England sagte der Informatiker, wie und wohin die Benutzer sich im Internet bewegen, seien sensible persönliche Informationen. Und Unternehmen würden diese schamlos sammeln. Besonders besorgniserregend seien Anzeigen, die auf das Surfverhalten von Usern zugeschnitten werden.

Daten sollen nicht gesammelt werden

Als ein Beispiel nannte Berners-Lee einen Benutzer, der sich nicht sicher wäre, ob er eine bestimmte Krankheit hat, und sich deshalb im Internet auf die Suche begibt. Dabei besteht die Gefahr, dass höchst persönliche Informationen von Dritten ausspioniert werden. Zwar versichern die meisten Unternehmen, wie würden Daten wie zum Beispiel Klickverhalten oder Besuchszeiten nur für ihre eigenen Zwecke sammeln. Berners-Lee vertritt aber die Meinung, dass diese Daten erst gar nicht gesammelt werden dürften.

20 Jahre WWW

Tim Berners-Lee tätigte seine Aussagen anlässlich einer Jubiläumsveranstaltung zum zwanzigjährigen Bestehen des World Wide web. 1989 veröffentlichte er ein Thesenpapier namens "Informationsmanagement: Ein Vorschlag" am CERN. Darin wurde der Grundstein würd das heutige Internet gelegt.

(db)