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Wahlen: Neues Kampagnen-Team für die Neos

NEOS - Henrike Brandstötter
NEOS - Henrike Brandstötter(c) NEOS/ Christian MUELLER
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Die Partei baut für das kommende Jahr ein neues strategisches Team auf. Vor allem die Kommunikation soll gebündelt werden. Dafür gibt es auch Hilfe aus der SPD.

Wien. Die negativen Schlagzeilen in den vergangenen Wochen haben nichts damit zu tun. Zumindest nicht nur, meint Feri Thierry. Vielmehr sei das Wahljahr 2015 ausschlaggebend gewesen, dass die Partei ein neues strategisches Team auf die Beine gestellt hat. Schließlich haben sich die Neos vorgenommen, nicht nur bei den Landtagswahlen, sondern auch den Bezirksvertretungen und der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) anzutreten. „Dafür müssen wir aber unsere Kräfte bündeln“, sagt Thierry. Außerdem soll die Kommunikation – von außen und nach innen – neu ausgerichtet werden.

Thierry selbst ist federführend für die Organisation zuständig – neben seiner bisherigen Aufgabe als Bundesgeschäftsführer kommt nun der Posten des Kommunikationschefs hinzu. Er soll das Bindeglied zwischen den vier Bereichen sein. Die Leiterin der neuen Kampagnen-Abteilung wird Henrike Brandstötter (im Bild). Die 39-jährige Oberösterreicherin saß im Medienbüro der Partei, davor war sie für die ÖVP Wien sowie die Caritas tätig. In Zukunft soll sie sich auf die Themenkampagnen der Partei konzentrieren. „Alles soll aus einem Guss sein“, meint Thierry. Die Neos wollen dabei weiterhin auf die Bereiche Bildung, Unternehmer, Sozialsysteme und Demokratiereform setzen.

Für die Koordination bei Landtags- und Gemeinderatswahlen ist wiederum Manuel Güll zuständig. Der 40-Jährige kommt aus Bayern und war Sprecher von Imperial Tobacco in Österreich. Davor arbeitete er für die SPD während des EU-Wahlkampfs 2004 sowie den deutschen Altkanzler Gerhard Schröder. Güll wurde von den Neos eigens für den neuen Posten angeworben.

Der bisherige Pressesprecher des Neos-Klubs im Parlament, Lukas Schrattenthaler, ist in Zukunft für die gesamte Medienkommunikation zuständig. Der 42-jährige Tiroler hat ebenfalls eine politische Vergangenheit – er sammelte Erfahrung in Wahlkämpfen der Grünen. Nun soll er die Kommunikationsstrategien der Bundespartei, vom Klub und der Parteiakademie bündeln. Rechtlich sei dies auch gedeckt, meint Thierry – schließlich muss vor allem die Arbeit von Klub und Partei getrennt werden. „Durch unterschiedliche Dienstverträge entspricht das sämtlichen Compliance-Regelungen“, meint der Bundesgeschäftsführer.

 

Kein pinker Bundespräsident

Aber nicht nur die Medienarbeit, auch die digitale Kommunikation wird neu aufgestellt: Der 36-jährige Wiener Christof Hofstätter soll sich um den Auftritt im Netz federführend kümmern. Er ist auch der Einzige, der bisher politisch nicht in Erscheinung getreten ist.

Die neue Aufstellung soll für die kommenden zwölf Monate gelten, meint Thierry. Nur bei einem Urnengang würden die Neos übrigens passen, 2016 bei der Bundespräsidentenwahl. [ Foto: Neos ]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.11.2014)