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Stenzel zu Schwedenplatz: Tunnel oder "Verkehrsinfarkt"

Im Juni präsentierter Entwurf für einen untertunnelten Schwedenplatz
Im Juni präsentierter Entwurf für einen untertunnelten Schwedenplatz(C) hgs
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Die Bezirksvorsteherin der Inneren Stadt pocht erneut auf eine Untertunnelung des Schwedenplatzes. Ob sie mit eigener Liste zur Wahl antritt, lässt sie weiter offen.

Zwar wurde der Idee einer Untertunnelung des Wiener Schwedenplatzes erst kürzlich durch Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) eine klare Absage erteilt, davon lässt sich die Bezirksvorsteherin der Innenstadt, Ursula Stenzel (ÖVP), aber nicht beirren. Am Freitag kritisierte sie die Machbarkeitsstudie der Stadt und drängte per Aussendung erneut auf die Umsetzung des Projekts.

Vor wenigen Tagen hatte Vassilakou die Ergebnisse einer Studie präsentiert, die einen Tunnel aufgrund technischer Probleme wie etwa der Querung eines Abwasserkanals und der großen Kosten als nicht machbar eingestuft hatte. Die "sogenannte" Machbarkeitsstudie bringe keine neuen Erkenntnisse, meinte die Bezirksvorsteherin nun. "Sie propagiert nur die alten Ideen, Fahrspuren zu streichen. Das ist keine Zukunftslösung, sondern führt zum programmierten Verkehrsinfarkt", so Stenzel.

Sie forderte daher ein umfassendes Verkehrs- und Gestaltungskonzept unter Berücksichtigung des Tunnels - und zwar noch vor dem Start des von Vassilakou angekündigten Architektur-Wettbewerbs zur Umgestaltung. In die Ausschreibung soll die unterirdische Verkehrsvariante dann ebenfalls einfließen.

 

Plan für eine mögliche Untertunnelung
Plan für eine mögliche UntertunnelungDie Presse

Stenzel-Liste bei Wahl? Weiter kein Kommentar

Ob sie bei der kommenden Wien-Wahl mit einer eigenen Liste kandidieren wird, ließ die City-Chefin erneut offen. "Unbeschadet von allen wahlkampfbedingten personellen Rochaden in den Parteien und Listen-Spekulationen in den Medien geht es darum, bis zum Wahltermin konsequent für den Bezirk und seine Bewohner zu arbeiten und wichtige Projekte abzuschließen bzw. voranzutreiben", erklärte Stenzel.

Die Arbeit für den Bezirk solle "aus dem parteipolitischen Kleinkrieg" herausgehalten werden. Daher habe die Bezirksvorsteherin zwei Taskforces für den ersten Bezirk eingerichtet, in die auch die anderen Parteien leitend eingebunden werden: Die Gruppe Wohnraum soll sich mit dem Thema leistbares Wohnen in der City auseinandersetzen, die Gruppe Verkehr und Sicherheit plant etwa die weitere Umsetzung der Anrainerparkplätze und befasst sich mit der "Touristenbus-Problematik".

(APA)