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Beamtenwahl: ÖVP-Lehrerbastion bröckelt

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(c) Die Presse - Clemens Fabry
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Schwarze Gewerkschafter verteidigten zwar die absolute Mehrheit, in AHS und BHS sind aber die Unabhängigen im Vormarsch.

Wien. Einer hat immer das Bummerl: Bei der Personalvertretungswahl der 232.000 Bundesbediensteten und Pflichtschullehrer waren das nach Vorliegen aller Ergebnisse in der Nacht auf Freitag die SPÖ-Vertreter in der Beamtengewerkschaft (FSG). Sie sackten zwar mit 26,8 Prozent (minus 2,1 Prozentpunkte) im Gesamtergebnis weniger stark ab als die schwarzen Christgewerkschafter (FCG) mit einem Minus von 2,8 Prozentpunkten. Aber die ÖVP-Gewerkschafter und der Chef der Beamtengewerkschaft, Fritz Neugebauer, konnten sich mit dem Erhalt der absoluten Mehrheit mit 53 Prozent in der Gesamtrechnung trösten (siehe Grafik).

Bei den tausenden Lehrern mussten die schwarzen Personalvertreter herbe Einbußen hinnehmen. In den BHS konnte die FCG die Absolute mit 50,2 Prozent trotz satter Verluste von sieben Prozentpunkten knapp retten. Dort haben sich die Unabhängigen Gewerkschafter (UGÖD) inklusive Grünen ein Drittel der Stimmen und somit Platz zwei weit vor der FSG mit 18,3 Prozent geholt. In den AHS verloren die Schwarzen 3,4 Prozentpunkte, halten aber noch 59,2 Prozent. Jeder Vierte wählte die Unabhängigen, 16,1Prozent die FSG. Vor allem für Junge sind weder Rot noch Schwarz eine Alternative.

Die FSG musste den Absturz beim Bundesheer auf den dritten Platz hinter FCG und freiheitlichen Arbeitnehmern (AUF) verdauen, besonders aber das Einknicken bei der Polizei. Erstmals seit zehn Jahren ist die Personalvertretung bei der Exekutive wieder in der Hand der FCG. (ett)

(c) Die Presse

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.11.2014)