Teure Geschenke, zu groß fürs Depot

Wenn das Christkind Möbel bringt...

Haushaltsgeräte, Socken oder Hygieneartikel verbieten sich Schenkenden meist von selbst. Schon heikler ist die Frage: Darf man seine Lieben zu Weihnachten mit Möbelstücken beglücken? Warum nicht? Denn es zeugt zumindest von einer gewissen finanziellen Wertschätzung, wenn für einen Ohrensessel, eine Kommode oder einen Beistelltisch mehr ausgegeben wird als für Brillanten oder ein paar ordentliche Skier. Ob die Teile sich dann mit der Wohnkultur des Überraschten vertragen, ist natürlich eine andere Frage – und im Vorfeld durch verdeckte Recherche abzuklären.

Bei Vasen, Schalen und anderen heimdekorativen Staubfängern tut sich der Beschenkte zumindest leichter, sie verschwinden zu lassen – und erst hervorzuholen, wenn der Gönner wieder naht. Große Teile bringen Beschenkte eventuell in die Bredouille. Sie müssen mit den gut gemeinten Stücken leben. Vielleicht war das aber genau die Absicht.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.12.2014)

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