US-Marine schnappt Spion in eigenen Reihen

USS Gerald R. Ford
USS Gerald R. Ford Imago
  • Drucken

Ein gebürtiger Saudi wollte Baupläne für neuen Flugzeugträger USS Gerald R. Ford an Ägypten liefern - einschließlich Tipps dafür, wie sich das mit Atomkraft betriebene 25-stöckige Schiff versenken lässt.

FBI und US-Marine haben am Freitag einen Spion festgenommen, der die Sicherheit des künftig größten Flugzeugträgers der Welt zu gefährden drohte. Der 35-jährige gebürtige Saudi Mostafa Ahmed Awwad, der in Virginia als Ingenieur am Flugzeugträger USS Gerald R. Ford arbeitete, war seit September von Ermittlern des FBI und des Marine-Sicherheitsdienstes überwacht worden. Damals rief ihn ein verdeckter Ermittler auf Arabisch an, gab sich als Agent des ägyptischen Geheimdienstes aus und schlug ein geheimes Treffen in einem Waldstück in der Nähe der Marinebasis Norfolk in Virginia vor.

40 Jahre Gefängnis drohen

Awwad beschaffte den vermeintlichen ägyptischen Spionen in weiterer Folge mehrere Baupläne der USS Gerald R. Ford. Er erklärte ihm auch, an welchen Stellen man das rund 337 Meter lange, 25 Decks hohe atomkraftbetriebene Schiff treffen müsse, um es zu versenken.

Am Freitag schließlich verhafteten FBI-Beamte Awwad und führten ihn einem Haftrichter vor. Ihm drohen wegen der verbotenen Ausfuhr von Rüstungsmaterialen und vertraulichen technischen Daten bis zu 40 Jahre Haft.

Größter Flugzeugträger der Welt

Wie die Ermittler Awwad auf die Spur kamen, ist vorerst unbekannt. Der Ingenieur, der auf der Basis in Norfolk in der Abteilung für Nuklearwesen und Planungsfragen arbeitete, war dank der Heirat mit einer Amerikanerin seit dem Jahr 2007 US-Bürger und arbeitete erst seit heurigem Februar für die Marine.

USS Gerald R. Ford
USS Gerald R. FordImago

Die USS Gerald R. Ford, an der seit neun Jahren gebaut wird, soll im Jahr 2016 in Dienst gestellt werden und dann die USS Enterprise ersetzen, den ersten atomkraftbetriebenen Flugzeugträger der Welt, der seine Laufbahn nach 51 Jahren Ende 2012 beendete (davor gab es bereits sieben andere US-Kriegsschiffe mit dem Namen "Enterprise"). Die "Ford" soll mehr als 75 Flugzeuge, Drohnen und Hubschrauber transportieren können, sie wird von zwei Kernreaktoren angetrieben und hat bisher knapp 13 Milliarden Dollar (10,6 Milliarden Euro) gekostet.

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.