Gewaltsame Proteste in Kalifornien halten an

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Über 1500 Demonstranten sollen an den Protesten teilgenommen haben. Ein Polizist wurde verletzt und mindestens sechs Personen festgenommen.

Bei einem Protest gegen Polizeigewalt in den USA hat die Polizei im Bundesstaat Kalifornien Tränengas und Gummigeschosse gegen Demonstranten eingesetzt. Der Einsatz sei das Ergebnis einer lauten, von Randale geprägten Nacht in Berkeley bei San Francisco gewesen, berichtete die Zeitung "San Francisco Chronicle".

Bei den mehr als fünfstündigen Protestmärschen sei es teils zu gewaltsamen Zusammenstößen gekommen, berichtete die "San Jose Mercury News". Ein Polizist wurde verletzt, mindestens sechs Menschen wurden festgenommen.

Demonstranten mit Steinen bewaffnet

Nach Schätzungen eines Reporters standen zeitweise mindestens 1.500 Demonstranten rund 100 Polizisten gegenüber. "Demonstranten haben Sandsäcke, Rohre, Steine, Autospiegel und Rauchgranaten auf Polizisten geworfen", twitterte die Polizei. Zudem wurden mehrere Geschäfte nahe dem Campus der Universität Berkeley geplündert und Polizeiautos beschädigt.

In New York waren die Proteste am Wochenende zurückgegangen. Einige Dutzend Demonstranten legten sich am Samstag erneut zum "Die-In" auf den Boden der Wartehalle im Grand Central Bahnhof. Der symbolische Akt soll an die letzten Minuten von Eric Garner erinnern, der im Würgegriff der Polizei auf einer Straße gestorben war.

(APA/Dpa)

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