Otto Dix
Otto Dix in der Kunsthalle Krems: Krieg, Großstadt-Rausch und verbrannte Bilder
Anlässlich seines 40. Todestages zeigt die Kunsthalle Krems einen der wichtigsten deutschen Künstler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Otto Dix. Geprägt von den grauenvollen Ereignissen im Ersten Weltkrieg entwickelte Dix eine einprägsame und drastische Bildsprache.
Im Bild: Otto Dix: "Selbstbildnis mit Muse", 1924, Karl Ernst Osthaus Museum, Hagen (c) VBK Wien, 2009
Im Bild: Otto Dix: "Selbstbildnis mit Muse", 1924, Karl Ernst Osthaus Museum, Hagen (c) VBK Wien, 2009
(c) Kunsthalle Krems/ Otto Dix
Mit seinen sozialkritischen Gemälden thematisierte er die politische und gesellschaftliche Situation von den zwanziger Jahren über das dritte Reich bis in die Nachkriegszeit. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde Dix als einer der ersten Kunstprofessoren abgesetzt, 1937 wurden seine Werke in der Schau "Entartete Kunst" gezeigt.
Im Bild: Otto Dix: "Männerkopf", 1919, Kunstmuseum Stuttgart (c) VBK Wien, 2009
Im Bild: Otto Dix: "Männerkopf", 1919, Kunstmuseum Stuttgart (c) VBK Wien, 2009
(c) Otto Dix
Die Ausstellung will einen Überblick über das gesamte Schaffen zeigen - und das ist stilistisch sehr vielfältig: Vom Expressionismus über kubistische und futuristische Anklänge bis zu neuer Sachlichkeit.
Im Bild: Otto Dix: "Halbakt mit großen Brüsten", 1922, Otto Dix Stiftung, Vaduz (c) VBK Wien, 2009
Im Bild: Otto Dix: "Halbakt mit großen Brüsten", 1922, Otto Dix Stiftung, Vaduz (c) VBK Wien, 2009
(c) Kunsthalle Krems/ Otto Dix
Bis zum Jahr 1924 ist sein Werk von maltechnischer und kompositorischer Experimentierfreude geprägt.
Im Bild: Otto Dix "Ellis", 1922, Galerie Albstadt, Städtische Kunstsammlungen, Sammlung Walther Grosz (c) VBK Wien, 2009
Im Bild: Otto Dix "Ellis", 1922, Galerie Albstadt, Städtische Kunstsammlungen, Sammlung Walther Grosz (c) VBK Wien, 2009
(c) Kunsthalle Krems/ Otto Dix
Die Schau geht von seinem großen grafischen Werk aus, das sich mit dem Ersten Weltkrieg auseinandersetzt. Sein großes Anliegen war es, den Krieg realistisch darzustellen. Die Betrachtern seiner Bilder sollten sehen, wie es gewesen war. Er wollte mit seiner Kunst nicht die Welt verändern, sondern die Gräueltaten in der Erinnerung lebendig erhalten
Im Bild: Otto Dix: "Sturmtruppe geht unter Gas vor", 1924, Aus: "Der Krieg", 1924, Grafikzyklus zu 50 Radierungen Otto Dix Stiftung, Vaduz (c) VBK Wien, 2009
Im Bild: Otto Dix: "Sturmtruppe geht unter Gas vor", 1924, Aus: "Der Krieg", 1924, Grafikzyklus zu 50 Radierungen Otto Dix Stiftung, Vaduz (c) VBK Wien, 2009
(c) Kunsthalle Krems/ Otto Dix
Um den Krieg aus nächster Nähe zu sehen und zu erleben, um die menschlichen Abgründe verstehen zu können, hatte er sich genau wie einige Künstlerkollegen freiwillig als Soldat gemeldet.
Im Bild: Otto Dix: "So sah ich als Soldat aus", 1924, Sammlung Galerie Nierendorf, Berlin (c) VBK Wien, 2009
Im Bild: Otto Dix: "So sah ich als Soldat aus", 1924, Sammlung Galerie Nierendorf, Berlin (c) VBK Wien, 2009
(c) Kunsthalle Krems/ Otto Dix
Dix selbst sah sich als streitbarer Kommentator, Reporter und Chronist seiner Zeit.
Im Bild: Otto Dix: "Matrose und Mädchen", 1926, Otto Dix Stiftung, Vaduz (c) VBK Wien, 2009
Im Bild: Otto Dix: "Matrose und Mädchen", 1926, Otto Dix Stiftung, Vaduz (c) VBK Wien, 2009
(c) Kunsthalle Krems/ Otto Dix
Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde Otto Dix als einem der ersten Künstler die Lehrbefugnis entzogen, seine Bilder wurden zu entarteter Kunst erklärt, zahlreiche seiner Werke wurden beschlagnahmt oder zerstört.
Im Bild: Otto Dix: "Puffmutter", 1923 Aquarell, 50 x 35 cm Otto Dix Stiftung, Vaduz (c) VBK Wien, 2009
Im Bild: Otto Dix: "Puffmutter", 1923 Aquarell, 50 x 35 cm Otto Dix Stiftung, Vaduz (c) VBK Wien, 2009
(c) Kunsthalle Krems/ Otto Dix
Dix zog sich daraufhin in eine Art "innere Emigration" zurück und widmete sich der Landschaftsmalerei, allegorischen und biblischen Darstellungen.
Im Bild: Otto Dix: "Madonna am Wasser", 1942, Hegau-Bodensee-Galerie, Singen (c) VBK Wien, 2009
Im Bild: Otto Dix: "Madonna am Wasser", 1942, Hegau-Bodensee-Galerie, Singen (c) VBK Wien, 2009
(c) Kunsthalle Krems/ Otto Dix
Es ging ihm dabei nicht mehr um ein realistisches Abbild des Gesehenen, sondern um die ideale, lebendige Komposition eines Bildes, um das Erfinden künstlerisch spannender Landschaften.
Im Bild: Otto Dix: "Randegg mit Hohentwiel", o. J., Otto Dix Stiftung, Vaduz (c) VBK Wien, 2009
Im Bild: Otto Dix: "Randegg mit Hohentwiel", o. J., Otto Dix Stiftung, Vaduz (c) VBK Wien, 2009
(c) Kunsthalle Krems/ Otto Dix
Ab 1944 entfernte sich Dix von den altmeisterlichen Techniken und wandte sich einem neuen, farbigen und großflächigen Expressionismus zu.
Im Bild: Otto Dix: "Alemannische Masken I", 1954, Otto Dix Stiftung, Vaduz (c) VBK Wien, 2009
Im Bild: Otto Dix: "Alemannische Masken I", 1954, Otto Dix Stiftung, Vaduz (c) VBK Wien, 2009
(c) Kunsthalle Krems/ Otto Dix
Er selbst beschrieb seine veränderte Technik als eine neue Art des Sehens, die bei ihm eingesetzt hätte.
Otto Dix: "Zwischen Paradies und Untergang"
Kunsthalle Krems
15. März - 12. Juli
täglich 10.00 bis 18.00 Uhr.
Weiter: Mehr Bilder von Otto Dix
Im Bild: Otto Dix: "Große Kreuzaufrichtung", 1962, Dauerleihgabe der Otto Dix Stiftung Vaduz in der Kunstsammlung Gera (c) VBK Wien, 2009
Otto Dix: "Zwischen Paradies und Untergang"
Kunsthalle Krems
15. März - 12. Juli
täglich 10.00 bis 18.00 Uhr.
Weiter: Mehr Bilder von Otto Dix
Im Bild: Otto Dix: "Große Kreuzaufrichtung", 1962, Dauerleihgabe der Otto Dix Stiftung Vaduz in der Kunstsammlung Gera (c) VBK Wien, 2009
(c) Kunsthalle Krems/ Otto Dix
Im Bild: Otto Dix: "Der Maler und das Kind", 1947, Otto Dix Stiftung, Vaduz (c) VBK Wien, 2009
(c) Kunsthalle Krems/ Otto Dix
Im Bild: Otto Dix: "Bildnis Prof. Dr. R. Andler", 1943, Städtisches Kunstmuseum Singen (c) VBK Wien, 2009
(c) Kunsthalle Krems/ Otto Dix
Im Bild: Otto Dix: "Selbstbildnis als Schießscheibe", 1915, Kunstsammlung Gera, Otto Dix Haus (c) VBK Wien, 2009
(c) Kunsthalle Krems/ Otto Dix
Im Bild: Otto Dix: "Selbstbildnis mit Zigarette", 1921, Privatsammlung (c) VBK Wien, 2009
(c) Kunsthalle Krems/ Otto Dix
Im Bild: Otto Dix: "Bildnis Zahnarzt Dr. Frederik Gottlieb und Frau I", 1936, Galerie Neue Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden (c) VBK Wien, 2009
(c) Kunsthalle Krems/ Otto Dix
Im Bild: Otto Dix: "Zigeunerin mit Kind", o. J., Otto Dix Stiftung, Vaduz (c) VBK Wien, 2009
(c) Kunsthalle Krems/ Otto Dix