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Vor Europas Toren: Mittelmeer wird zum Friedhof

Bootsflüchtlinge vor Lampedusa.
Bootsflüchtlinge vor Lampedusa.(c) Reuters (Alessandro Bianchi)
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Rund 348.000 Menschen nahmen seit Jänner gefährliche Schiffsüberfahrten auf sich, um bewaffneten Konflikten oder wirtschaftlicher Not zu entkommen.

Trauriger Rekord auf den Weltmeeren: Nach UNO-Angaben sind im Jahr 2014 mehr Menschen als jemals zuvor per Schiff oder Boot aus ihren Heimatregionen geflohen. Rund 348.000 Menschen nahmen demnach seit Jänner gefährliche Überfahrten auf sich, um bewaffneten Konflikten, Verfolgung oder wirtschaftlicher Not zu entkommen. Etwa 4270 seien dabei ums Leben gekommen, hieß es weiter.

Größter Brennpunkt sei das Mittelmeer. Rund 207.000 Menschen überquerten es demnach seit Jänner, vor allem wegen der Krisen in Libyen und Syrien. 3419 Menschen kamen dabei ums Leben - auch ein Rekordwert. Der Weg nach Europa über das Mittelmeer ist demnach die tödlichste Flüchtlingsroute der Welt.

Die Mär von den Wirtschaftsflüchtlingen

Zum Vergleich: 2013 ertranken rund 600, 2012 rund 500 und 2011 rund 1300 Flüchtlinge. Im Vorjahr kamen 63 Prozent der auf dem Seeweg nach Europa gelangten Bootsflüchtlinge von den Kriegsschauplätzen Syrien und Afghanistan sowie aus dem Bürgerkriegsland Somalia und aus Eritrea, das von einem der repressivsten Regimes der Welt regiert wird.

(APA/dpa/AFP)