Wiener Börse: ATX zu Mittag hauchdünn im Plus

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Zeitweise rutschte der Index am Vormittag sogar in den roten Bereich ab und stemmte sich damit gegen den freundlichen Trend an den europäischen Leitbörsen.

Die Wiener Börse hat sich heute, Mittwoch, zu Mittag bei moderatem Volumen mit kaum veränderter Tendenz präsentiert. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 2.240,70 Punkten errechnet, das ist ein hauchdünnes Plus von 0,08 Punkten. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt +0,77 Prozent, FTSE/London +0,25 Prozent und CAC-40/Paris +0,52 Prozent.

Zeitweise rutschte der Index am Vormittag sogar in den roten Bereich ab und stemmte sich damit gegen den freundlichen Trend an den europäischen Leitbörsen. Gute Vorgaben aus Übersee sorgten für etwas Unterstützung. Die Wall Street hatte am Vorabend ihre Verluste bis zum Handelsende etwas eingedämmt.

Allerdings dürften die Anleger die Lage in Griechenland weiterhin genau beobachten. Bereits am Vortag hatte die Nachricht von vorgezogenen Präsidentschaftswahlen in dem Land die Furcht vor einem Rückfall in die Krise geschürt und die Athener Börse auf Talfahrt geschickt. Zur Wochenmitte rutschte der griechische Leitindex erneut deutlich ins Minus.

Nennenswerte Daten stehen dagegen heute nicht auf der Agenda. In Wien sorgten Semperit mit einem Kurssprung von 12,31 Prozent auf 37,59 Euro für Aufsehen. Der Gummi- und Kautschukhersteller plant für das laufende Geschäftsjahr eine einmalige Sonderdividende von 4,90 Euro je Aktie zusätzlich zur Basisdividende von 1,10 Euro/Aktie auszuschütten.

Die am Vortag stark unter Druck geratenen Ölwerte zeigten sich am Mittwoch wieder im Plus. Schoeller-Bleckmann zogen um 0,75 Prozent auf 60,70 Euro an und OMV erhöhten sich immerhin um moderate 0,19 Prozent auf 21,63 Euro. Am Dienstag hatte noch europaweit der fallende Ölpreis für hohe Verluste im Energiesektor gesorgt. Unter den Indexschwergewichten zeigten sich indessen voestalpine mit minus 1,76 Prozent auf 33,45 Euro klar im Minus.

Etwas tiefer tendierten auch FACC mit plus 0,72 Prozent auf 7,31 Euro. Der Flugzeugzulieferer hat aus Kanada einen Großauftrag an Land gezogen. Für Triebwerke von Pratt & Whitney Canada werden Triebwerksummantelungen zugeliefert. Das geplante Auftragsvolumen beträgt 150 Mio. Dollar (121,27 Mio. Euro).

Immofinanz stiegen um 0,53 Prozent auf 2,27 Euro. Die Analysten der Erste Group haben ihr Kursziel für die Aktien des Immobilienunternehmens von 3,10 Euro auf 2,85 Euro gekürzt. Das Votum blieb jedoch unverändert bei "Buy".

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX gegen 9.20 Uhr bei 2.251,43 Punkten, das Tagestief lag knapp vor 11.30 Uhr bei 2.237,54 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 0,11 Prozent höher bei 1.123,25 Punkten. Im prime market zeigten sich 20 Titel mit höheren Kursen, 17 mit tieferen und keiner unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 1.257.825 (Vortag: 3.256.768) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 40,772 (90,63) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Semperit mit 80.364 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 5,96 Mio. Euro entspricht.

(APA)

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