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Deutschland: Größter Burger-King-Betreiber ist pleite

File picture of a half-eaten Burger King hamburger
(c) REUTERS (KAI PFAFFENBACH)
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Der größte Franchisenehmer der Burger-Kette in Deutschland hat Insolvenz angemeldet. 3000 Mitarbeiter sind betroffen. Dennoch hofft man auf rasche Wiedereröffnung der 89 Läden.

Der ehemals größte Betreiber von Burger-King -Restaurants in Deutschland ist pleite. Der bis vor kurzem als Yi-Ko Holding firmierende Franchisenehmer hat Mittwochnachmittag Insolvenz angemeldet, wie Insolvenzverwalter Marc Odebrecht erklärte. Der Hamburger Anwalt (Wirtschaftskanzlei Görg) hofft unter seiner Regie auf eine rasche Wiederöffnung der 89 betroffenen Restaurants mit 3.000 Mitarbeitern. Die Yi-Ko Holding heißt inzwischen Burger King GmbH.

Verhandlungen zwischen Burger King Deutschland und Yi-Ko über einen Weiterbetrieb der Restaurants waren in der Nacht zum Mittwoch gescheitert. Dem Burgerbrater war es nach eigenen Angaben zu riskant, sich noch einmal auf den ehemaligen Partner einzulassen, dem man vor drei Wochen die fristlose Kündigung geschickt hatte. "Vor allem war es in der Kürze der Zeit und mangels ausreichender Informationen nicht möglich, die potenziellen Risiken in der ehemaligen Yi-Ko abzuschätzen", hieß es in einer Mitteilung von Burger King.

Derzeit ist jede achte der fast 700 Burger-King-Filialen in Deutschland geschlossen. Daher hat auch die Deutschland-Tochter des US-Konzerns selbst ein Interesse an einer raschen Lösung. Sie setzt aber offenbar auf neue Investoren: "Wir werden weiter versuchen, eine Lösung für die Wiedereröffnung der Restaurants und eine Sicherung der Arbeitsplätze zu finden", hieß es in einer Mitteilung.

Anfang der Woche hatte sich Yi-Ko selbst noch Hoffnungen gemacht, rasch wieder mit Burger King Deutschland ins Geschäft zu kommen. Der von dem Konzern hauptsächlich für die Missstände verantwortlich gemachte Yi-Ko-Miteigentümer Ergün Yildiz hatte seine Beteiligung an Partner Alexander Kolobov abgetreten. Ein Prozesstermin war wegen der laufenden Verhandlungen zwischen Burger King und Yi-Ko abgesagt worden. "Wir haben bis zuletzt intensiv verhandelt", erklärten die Rechtsvertreter Kolobovs, die Anwaltskanzlei Graf von Westphalen. Der Russe, der auch in seiner Heimat Franchisenehmer von Burger King ist, sei dem Konzern "in allen arbeitsrechtlichen Themen einschließlich der Tarifbindung für alle Restaurants entgegengekommen und (sei) zu erheblichen Investitionen bereit gewesen".

Die Fast-Food-Kette wirft dem Franchisenehmer Verstöße gegen das Arbeitsrecht im Umgang mit Mitarbeitern und der Besetzung von Schichten vor. Auch nach dem erzwungenen Rückzug von Yildiz aus dem operativen Geschäft waren die Probleme mit Yi-Ko laut Burger King nicht abgerissen. Die vom Fernsehsender RTL aufgedeckten Hygienemängel in den Restaurants seien nie ganz abgestellt worden. Yildiz hatte bei Yi-Ko einen harten Sparkurs gefahren, nachdem Burger King die bisher selbst betriebenen Lokale an Yi-Ko verkauft hatte.

(APA)