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Österreichische Anleger zittern um Investment in Wüstenklinik

APA
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2011 sollte in Abu Dhabi mit Fondsgeldern eine Klinik errichtet werden. Insider bezweifeln, dass das Projekt jemals gebaut wird.

Deutsche und österreichische Anleger bangen einem Zeitungsbericht zufolge um viele Millionen, die eigentlich für den Bau eines Klinikums in Abu Dhabi hätten investiert werden sollen.

Im "Kurier" ist von einem Anlegerkrimi die Rede. Für das Projekt "German General Hospital" hatte die Nürnberger Investmentfirma Shedlin Capital AG zwei geschlossene Fonds aufgelegt: Shedlin Medical Health Care 1 und 2. Sie sollten eine Mindestrendite von 12 Prozent pro Jahr abwerfen. Ab dem Jahr 2008 soll Shedlin mehr als 100 Millionen Euro von Anlegern eingesammelt haben, rund 35 Millionen Euro stammten dem Bericht zufolge von österreichischen Investoren.

Der Wiener Anwalt Jörg Zarbl, der mehrere Anleger vertritt, will nun Strafanzeige gegen die Verantwortlichen erstatten. 2011 hätte die Luxusklinik eröffnet werden sollen. "Das Krankenhaus wurde nie gebaut", sagt der deutsche Anlegeranwalt Thomas Schulte im "Kurier". Die Anleger müssten nun um das investierte Kapital fürchten. Es soll nur eine Baustelle in Abu Dhabi geben.

Vorläufiges Insolvenzverfahren beantragt

Zu dem Klinik-Projekt wird aus einem Management-Report vom August 2014 zitiert: "Da die Fondsgesellschaften über kein Eigenkapital mehr verfügen, wurden alle Kosten durch die Shedlin Capital AG, angeschlossene Gesellschaften und den Vorstand privat finanziert." Sobald alle Verträge abgeschlossen seien, werde mit der baulichen Umsetzung begonnen: "Mit der endgültigen Fertigstellung des Hospitals wird im Jahr 2016 gerechnet."

Insider bezweifeln das, denn Ende November habe die Shedlin Capital AG ein vorläufiges Insolvenzverfahren beantragt, schreibt die Zeitung. Anwalt Ralf Landwehr, früher Shedlin-Aufsichtsrat und heute ihr Vorstand, betrachtet das Projekt als nicht tot, die Gelder seien noch nicht verloren.

(APA)