Steuern vermasseln der Immofinanz das zweite Quartal. Statt des erhofften Gewinns gibt es neuerlich Verluste.
Österreichs grösstes Immobilienunternehmen, die Immofinanz, weist nach vorläufigen Zahlen für das zweite Quartal 2014/15 ein positives Ergebnis vor Ertragssteuern in voraussichtlich einstelliger Millionen-Euro-Höhe aus. Aufgrund einer gegenüber dem ersten Quartal des Geschäftsjahres gestiegenen Ertragssteuerbelastung werde sich das Konzernergebnis für das zweite Quartal 2014/15 voraussichtlich in der Größenordnung des ersten Quartals
2014/15 bewegen und somit negativ ausfallen, teilte die Immofinanz Montag Abend überraschend mit.
Die Immofinanz hatte im ersten Quartal 14 Millionen Euro Verlust geschrieben. Analysten waren bisher davon ausgegangen, dass im zweiten Quartal ein Nettogewinn von mehr als 50 Millionen Euro erzielt worden ist.
Der Konzern präsentiert die Zahlen für das erste Halbjahr 2014/15 am 17. Dezember nach Handelsschluss an der Börse Wien.
An der Börse schloss die Immofinanz-Aktie am Montag mit einem Minus von 3,65 Prozent bei 2,11 Euro. Zum Vergleich: Der Leitindex ATX verlor 3,27 Prozent.
Die Talfahrt der Aktie setzte sich am Dienstag fort. Die Anleger trennten sich von Immofinanz-Papieren, die in der Spitze bis zu knapp neun Prozent an Wert verloren. Mit 1,93 Euro notierten sie kurzzeitig auf dem tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren.