US-Präsidentenwahl 2016. Die frühere Chefin von Hewlett-Packard bereitet ihre Kandidatur für die Republikaner vor. Sie dürfte auf das Vizepräsidentenamt spitzen.
Washington. In den nächsten Wochen wird die erste Frau in das Rennen um die Nominierung als republikanischer Kandidat für die Präsidentenwahl im Jahr 2016 einsteigen. Carly Fiorina, von 1999 bis 2005 Vorstandsvorsitzende des Technologiekonzerns Hewlett-Packard, rekrutiert Mitarbeiter für ihre Kampagne und hat ein Finanzierungsvehikel namens „Unlocking Potential Project“ gegründet.
Das politische Nachrichtenmagazin „National Journal“ bezieht sich in einem Bericht vom Freitag auf drei Quellen aus dem unmittelbaren Vertrautenkreis der 60-Jährigen, denen zufolge sie für die Schlüsselpositionen der politischen Kampagnenleitung als auch der Kommunikation ausdrücklich Frauen sucht.
Ihre Chancen, als erste Frau für die Republikaner ins Rennen um das Weiße Haus zu gehen, sind zwar gering; sie hat noch nie eine Wahl gewonnen und zuletzt im Jahr 2010 im Bewerb um einen der beiden Senatorensitze Kaliforniens mit zehn Prozentpunkten Abstand auf die demokratische Amtsinhaberin Barbara Boxer verloren.
Allerdings dürfte Fiorina sich für das Amt der Vizepräsidentin ins Spiel bringen. „Wenn Hillary Clinton die Kandidatin der Demokraten ist, brauchen die Republikaner eine auf dem Wahlzettel. Und Carly weiß das“, zitiert das „National Journal“ den konservativen Wahlkampfstrategen Jason Cabel Roe. Die Zeit drängt jedenfalls: Diese Woche hat Jeb Bush, Sohn des 41. und Bruder des 43. Präsidenten, seinen Antritt verkündet. Weitere Kandidaten, allen voran New Jerseys Gouverneur Chris Christie, werden nicht lange warten.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.12.2014)