Russland hat eine neue Trägerrakete von Typ Angara-A5 erfolgreich getestet. Präsident Wladimir Putin beobachtete den Test per Videoschaltung.
Moskau. Nach mehr als zehn Jahren Forschung hat die Raumfahrtnation Russland erstmals ihre neue schwere Trägerrakete "Angara-A5" getestet. Der Start vom Weltraumbahnhof Plessezk in Nordrussland sei ein "großes, sehr wichtiges Ereignis" für Russland, sagte Präsident Wladimir Putin am Dienstag.
Mit der für besonders schwere Lasten geeigneten Rakete könnten nun etwa Forschungs- und Militärsatelliten in beliebige Weiten des Weltalls geschossen werden, sagte Putin der Agentur Interfax zufolge. "Damit stärken wir die Sicherheit unseres Landes", sagte Putin bei einer Videoübertragung des Starts. Bei seinem Jungfernflug hatte das Geschoß eine Satellitenattrappe an Bord.
Die nach einem Fluss in Sibirien benannte Rakete soll künftig andere Typen wie "Proton" und "Rokot" ablösen. "Angara" ist die erste Rakete, die nach dem Ende der Sowjetunion 1991 vollständig in Russland gebaut wird. Die Entwicklung kostete offiziellen Angaben zufolge mindestens 3,5 Milliarden Euro. "Angara" gilt auch als Hoffnungsträger und als Herzstück der ehrgeizigen Pläne der Raumfahrtnation, noch unabhängiger von anderen Staaten zu werden.