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Eine Billion: Bernanke als „Rambo-Fed“

Früher hätte man die Druckmaschinen heiß laufen lassen, heute drückt Ben Bernanke an seinem PC ein paar Mal die Null. Nichts anderes ist die dramatische Maßnahme der US-Notenbank: Sie pumpt 1000 Milliarden Dollar neues Geld in die Wirtschaft. Bernanke sei der „Rambo-Fed“, meinte lobend ein Bankenchef.

Mit dem Geld kauft die Fed hypothekenbesicherte (und damit im Wert dramatisch gefallene) Wertpapiere auf (700 Milliarden Dollar). Mit weiteren 300 Milliarden übernimmt sie Staatsanleihen.

Schon zuvor kaufte die Fed für 550 Milliarden Dollar Immobilienkredite auf. Um den Kreditstrom wieder zum Fließen zu bringen, startete die Notenbank ein 1800-Milliarden-Programm, das Banken und Finanzfirmen günstiges Geld garantiert.

2008 half die Regierung dem Finanzsektor mit mehr als 400 Milliarden Dollar aus. Jüngst verabschiedete der Kongress ein 787 Milliarden-Stimuluspaket. Außerdem unterstützt die Regierung in Not geratene Hauseigentümer mit 50 Milliarden. Und gestern gab das Finanzministerium bekannt, dass Auto-Zulieferern mit fünf Milliarden unter die Arme gegriffen wird. rie

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.03.2009)