Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Westen sperrt Kreditkarten auf der Krim

Bloomberg
  • Drucken

Westliche Kreditkartenorganisationen haben alle Karten gesperrt. Die EU verbietet gemäß Sanktionen auch Urlaubsangebote auf der Halbinsel.

Mit der Kreditkarte auf der russischen Halbinsel Krim bezahlen oder Geld über die Kreditkarte vom Konto abheben geht nicht mehr. Die US-Kreditkartenfirma Visa stellt ihre Geschäftsaktivitäten auf der Halbinsel Krim ein. Der Kreditkarten-Anbieter reagierte damit nach Angaben vom Freitag auf die verschärften Sanktionen der USA gegen Russland. Gemäß dieser ist es mittlerweile untersagt, auf der Halbinsel Krim zu investieren oder lokale Firmen zu unterstützen. Einem Bericht der Nachrichtenagentur RIA zufolge hat der Visa-Konkurrent Mastercard ähnliche Schritte eingeleitet.

„Gemäß den von den USA am 19. Dezember 2014 verhängten Sanktionen gegen die Krim sieht Visa keine Möglichkeiten, auf der Halbinsel Dienste zu erweisen und Produkte anzubieten. Das bedeutet, dass wir keine Visa-Karten auf der Krim werden emittieren lassen und die vorhandenen Karten in Geldautomaten nicht mehr bedienen“, hieß es in der Mitteilung.

EU stoppt Urlaubsangebote auf der Krim

Auch Tourismusangebote von der Krim dürfen seit letzter Woche im Gebiet der EU nicht mehr verkauft werden. Das trifft nicht nur Pauschalreisen, sondern auch alle Hotelangebote von der Insel im Schwarzen Meer. Auch europäische Kreuzfahrtschiffe dürfen auf der Krim nicht mehr anlegen.

Am Donnerstag hatte auch die Ukraine die Zugverbindungen in die von Russland annektierte Halbinsel Krim eingestellt. Der Zugverkehr werde wegen Sicherheitsbedenken ausgesetzt, teilte die ukrainische Staatsbahn am Freitag in Kiew mit, ohne nähere Angaben zu ihren Bedenken zu machen. Zehn Tage zuvor hatte bereits Russland seinen Zugverkehr zur Krim wegen geringer Nachfrage ausgesetzt.

(red.)