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Papst prangert Akzeptanz von Sterbehilfe an

Papst Franziskus dankte den Menschen, die Alte und Kranke pflegen.
Papst Franziskus dankte den Menschen, die Alte und Kranke pflegen.(c) imago/UPI Photo (imago stock&people)
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Papst Franziskus hat sich zur Sterbehilfe geäußert: Für ihn ist es "eine große Lüge", wenn man behaupte, ein Leben mit schwerer Krankheit sei nicht lebenswert. Pflegedienste betrachtet er als "heilige Zeit".

Papst Franziskus kritisierte die wachsende Akzeptanz von Sterbehilfe: In einer Botschaft zum 23. katholischen Welttag der Kranken, die der Vatikan am Dienstag veröffentlichte, sprach der Papst von einer "großen Lüge", wenn man unter Berufung auf "Lebensqualität" behaupte, ein Leben mit schwerer Krankheit sei nicht lebenswert.

Der Papst äußerte sich dabei auch zur Pflege von Alten und Kranken: "Die an der Seite des Kranken verbrachte Zeit ist eine heilige Zeit." Pflegende könnten kranken und alten Menschen Liebe und Trost spenden. Und auch für sie selbst sei die Zeit der Pflege etwas Besonderes, meinte der Papst: Er betonte den "besonderen Wert der am Krankenbett verbrachten Zeit" in einer Zeit, die von Hektik und Eile geprägt sei.

Pflege "oft mühsam und erdrückend"

Papst Franziskus würdigte in seiner Nachricht alle Christen, die Kranke und Alte über Jahre hinweg pflegen: Es sei leicht, einige Tage zu dienen; Menschen jedoch über Monate und Jahre zu waschen, anzuziehen und ihnen mit dem Essen zu helfen, sei oft mühsam und erdrückend - besonders dann, wenn der Gepflegte nicht mehr in der Lage sei, sich zu bedanken. Die Pflegenden würden die Sendung der Kirche dabei "auf ganz eigene Art" unterstützen, sagte Papst Franziskus.

Die katholische Kirche begeht jährlich am 11. Februar - dem Fest der Gottesmutter von Lourdes - den Welttag der Kranken. 2015 steht er unter dem Motto "Sapientiacordis: Auge war ich für den Blinden, dem Lahmen wurde ich zum Fuß"; der Tag soll die Situation von Kranken wie Pflegenden gleichermaßen ins öffentliche Bewusstsein rücken.

 

(APA)