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Lawinenabgang am Mölltaler Gletscher mit glimpflichem Ausgang

Themenbild: Lawine
Themenbild: LawineAPA (BARBARA GINDL)
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Ein mehrere 100 Meter breites Schneebrett ging unterhalb der Schareckspitze ab. Es gab nur einige Leichtverletzte.

Ein Lawinenabgang am Mölltaler Gletscher in der Gemeinde Flattach in Oberkärnten hat am Freitag letztlich ein glimpfliches Ende genommen. Laut Polizei wurden zwölf Menschen ganz oder teilweise verschüttet, alle konnten gerettet werden, es gab nur einige Leichtverletzte. Die Suche in dem Lawinenkegel wurde am Nachmittag "vorsichtshalber" fortgesetzt, wie es hieß.

Zu Mittag war unterhalb der Schareckspitze ein nach Angaben der Polizei mehrere 100 Meter breites Schneebrett von zwei Wintersportlern losgetreten worden. Die Lawine riss ein Dutzend Menschen mit sich, die sich unterhalb des Schneebretts befunden hatten. Die Schneemassen kamen erst in der Talsohle zum Stillstand. Von den zwölf Menschen wurde einer vollständig verschüttet, die anderen zum Glück nur teilweise. Die meisten konnten sich selbst befreien, laut Rotem Kreuz wurden drei Personen leicht verletzt.

Mehrere Hubschrauber, Polizei, Bergrettung und Feuerwehren waren im Einsatz, da vorerst nicht klar war, ob noch weitere Menschen unter der Lawine begraben waren. Gegen 15.30 Uhr erklärte Polizeisprecher Rainer Dionisio: "Wir vermissen niemanden mehr, suchen aber vorsichtshalber weiter." Wie lange die Suchaktion noch dauern würde, war vorerst offen.

Lawinengefahr in Westösterreich

Oberhalb von etwa 2000 Metern bestand in Vorarlberg und Tirol am Freitag erhebliche Lawinengefahr der Stufe 3 auf der fünfteiligen Gefahrenskala. Lawinen waren bereits von einzelnen Wintersportlern auslösbar, abseits gesicherter Pisten rief die Landeswarnzentrale zu vorsichtiger Routenwahl auf. Aus sehr steilen Geländeabschnitten seien die Abgänge von kleineren bis mittleren Schneebrettern möglich.

Als Gefahrenstellen nannte Bernhard Anwander von der Landeswarnzentrale explizit Steilhänge, Kammlagen, Bereiche mit Übergängen von wenig zu viel Schnee sowie eingewehte Rinnen und Mulden. Ältere Gefahrenstellen seien oft überschneit und daher schwierig zu erkennen, sagte Anwander.

 

(APA)