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Russische Inflation könnte im Frühjahr auf 17 Prozent steigen

imago/ITAR-TASS
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Tiefe Ölpreise setzen dem Rubel weiter zu. Die Wahrscheinlichkeit einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit auf Ramschniveau sei "ziemlich hoch", sagte der Wirtschaftsminister.

Der russische Wirtschaftsminister Alexej Ulukajew rechnet mit einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit seines Landes auf Ramschniveau. Die Wahrscheinlichkeit dafür sei "ziemlich hoch", sagte er nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax am Mittwoch. Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) prüft gerade die Bonität Russlands und hat ein Ergebnis für Mitte Jänner in Aussicht gestellt. Derzeit liegt die Note eine Stufe über Ramsch-Niveau.

Russland leidet extrem unter den fallenden Ölpreisen und den Sanktionen, die der Westen im Ukraine-Konflikt verhängt hat. Vize-Wirtschaftsminister Alexej Wedew zufolge verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr vorläufigen Berechnungen zufolge auf etwa 0,5 bis 0,6 Prozent, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur TASS.  2013 war die russische Wirtschaft noch um 1,3 Prozent gewachsen.

Wert des Rubels sinkt weiter

Angesichts des weiter abwärts taumelnden Rubel muss sich die russische Bevölkerung weiter auf steigende Preise einrichten. Im März oder April könnte die Inflationsrate im Vergleich zum Vorjahr zwischen 15 und 17 Prozent liegen,  wird Wedew am Mittwoch zitiert. Derzeit liegt die Preissteigerung bei gut elf Prozent.

Die russische Währung büßte seit Jahresbeginn bereits 16 Prozent an Wert gegenüber dem Dollar ein, nachdem sie 2014 um rund 41 Prozent abgestürzt war. Während derzeit die Ölpreise fallen, gibt auch der Rubel weiter nach. Der russische Staatshaushalt ist stark auf die Einnahmen aus dem Geschäft mit Gas und Öl angewiesen.

(APA/AFP)