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"Versehen": FPÖ-Politiker demonstrierte mit Identitären

Mahnwache in SalzburgAPA/BARBARA GINDL
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Bei einer Mahnwache für die Pariser Opfer stand Gemeinderat Reindl neben einer Gruppe der Identitären. Er will es "nicht besser gewusst" haben.

Die grüne Bürgerliste in Salzburg fordert den Rücktritt von  FPÖ-Gemeinderat Andreas Reindl als Vorsitzender des Kontrollausschusses der Stadt. Er stand bei einer Mahnwache für die Opfer der Anschläge von Paris neben einer Gruppe der Identitären, wie ein Foto belegt.

„Vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) wird die Identitären-Bewegung als rechtsextrem bezeichnet“, betont Bürgerlisten-Gemeinderätin Ingeborg Haller gegenüber dem "ORF". Es sei daher nicht tolerierbar, dass Reindl an einer Kundgebung dieser Bewegung teilnehme.

Reindl erklärt, er habe sich versehentlich zu der Gruppe gestellt: " Ich hab’s nicht besser gewusst, dass es sich um eine Gruppierung handelt, die scheinbar weit rechts steht.“ Er könne nicht "jeden Platz meiden, wo irgendein Links- oder Rechtsextremist steht."

"Hetze der linken Meinungs-Mafia"

FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl nennt die Vorwürfe der Grünen "absurd": "Wenn es jetzt schon verboten ist neben jemandem zu stehen, dann bewegt sich die ganze Hetze der linken Meinungs-Mafia schon sehr in Richtung eines totalitären Überwachungsstaates".

Vor dem französischen Konsulat in Salzburg hatten vergangenen Donnerstag unmittelbar hintereinander die "Plattform gegen Rechts" und die Identitären Gedenkveranstaltungen abgehalten.

Die Identitären treten in Österreich seit 2012 auf. Für das DÖW sind sie "offen rechtsextrem" mit einer "militanten Grundhaltung". 

>> "ORF"-Bericht

(Red.)