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Kärnten kostet die Franken-Freigabe 14,7 Millionen Euro

Ein 100-Millionen-Franken-Kredit muss 2017 getilgt werden. Zusätzliche Rückstellungen in Millionenhöhe müssen gebildet werden.

Die Aufhebung der Euro-Bindung des Schweizer Franken könnte das Land Kärnten viel Geld kosten. Nach derzeitigem Kurs würde der offene endfällige Kredit über 100 Mio. Franken Zusatzkosten von 14,7 Mio. Euro verursachen. Die Rückstellung für den Kredit wird um diese Summe aufgestockt, sagte Finanzreferentin Gabriele Schaunig (SPÖ) am Freitag auf Anfrage der APA.

Eigentlich sollten jährlich 5,5 Mio. Euro pro Jahr für die Rückzahlung des Kredits im Jahr 2017 reserviert werden. Schaunig: "Aus heutiger Sicht brauchen wir zusätzlich 14,7 Millionen Euro. Wie der Kurs 2017 tatsächlich ausschaut, lässt sich noch nicht sagen." In den drei Jahren der Restlaufzeit sollen je 4,9 Mio. Euro an zusätzlicher Rückstellung gebildet werden.

Der Franken-Kredit wurde 2013 noch unter Schaunigs Vorgänger Harald Dobernig (FPÖ) zum wiederholten Mal prolongiert. Aufgenommen wurde das Geld 1998 von ÖVP-Landeshauptmann und Finanzreferent Christof Zernatto. Ein zweiter Kredit über die gleiche Summe, der 2004 vom damaligen Finanzlandesrat Karl Pfeifenberger (FPÖ) aufgenommen worden war, wurde vergangenes Jahr getilgt.

(APA)