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Ostukraine: OSZE fordert sofortiges Ende der Gewalt

Serbien hat derzeit den Vorsitz der Organisation inne.(c) APA/EPA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)

Serbiens Außenminister und OSZE-Vorsitzender Ivica Dacic will einen "haltbaren Waffenstillstand" innerhalb der Kontaktgruppe herbeiführen und verlangte am Montag die Rückkehr an den Verhandlungstisch.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat die Konfliktparteien zu einem sofortigen Ende der Kämpfe in der Ostukraine aufgefordert. "Dieser Kreislauf der tödlichen Gewalt und die weitere Eskalation der Feindlichkeiten können nicht weitergehen", sagte Serbiens Außenminister Ivica Dacic nach OSZE-Angaben am Montag. Serbien hat derzeit den Vorsitz der Organisation inne.

Beide Seiten seien aufgerufen, an einem "haltbaren Waffenstillstand" zu arbeiten, sagte Dacic. Die Lage habe sich besonders durch die Kämpfe um den Flughafen von Donezk verschlechtert, hieß es. Die Regierungstruppen und die pro-russischen Separatisten beanspruchen das stark zerstörte, strategisch wichtige Objekt jeweils für sich. Das ukrainische Militär hatte den Befehl erhalten, die Kontrolle über den seit Monaten umkämpften Flughafen zu verteidigen.

Die OSZE verlangte die Rückkehr an den Verhandlungstisch. Der Konflikt könne nicht auf dem Schlachtfeld gelöst werden, sagte Dacic. Streitpunkte müssten innerhalb der Ukraine-Kontaktgruppe geklärt werden, betonte er. Zu der Gruppe gehören neben der OSZE auch Vertreter der Ukraine und Russlands. Russland, das für eine Unterstützung der pro-russischen Separatisten kritisiert wird, hatte sich wegen des Wiederaufflammens des Konflikts besorgt gezeigt.

(APA/dpa)