Jobkiller und Jobretter

Technologie. Das Internet der Dinge kann so manche Volkswirtschaft retten. Und so manchen Job – wenn man nur darüber nachdenkt.

Vom Eiskasten, der selbsttätig nachbestellt, bis zur Heizung, die man von unterwegs einschaltet: Es gibt immer mehr Ideen, reale Produkte mit dem Internet so zu verschmelzen, dass neue Dienstleistungen entstehen.

Die neue Studie „Winning with the Industrial Internet of Things“ der Managementberatung Accenture prophezeit gar, dass das Internet der Dinge bis zum Jahr 2030 kumulativ mit 12,3 Billionen Euro (2,3 Prozent) zur globalen Wirtschaftsleistung beitragen wird. Für Deutschland spricht sie bis 2030 von 605 Milliarden Euro (1,7 Prozent) Beitrag zum kumulativen BIP. Auch wenn kein Vergleichswert für Österreich erhoben wurde – die Wirtschaft könnte diesen Schub gut gebrauchen.

Doch es gibt ein Problem, so die Studie, die unter 1400 Führungskräften globaler Unternehmen durchgeführt wurde: Obwohl allerorts eifrig über das Internet der Dinge diskutiert wird, haben fast drei Viertel (73 Prozent) der Befragten keinen Plan. Nur in einem von sieben Unternehmen liegt ein Konzept in der Lade.

Im Umkehrschluss tun sich für findige Köpfe weite und völlig unbesetzte Betätigungsfelder auf. Klaus Malle, Country Managing Director von Accenture in Österreich, gibt zwei Beispiele: Will man Ernteerträge steigern, ist eine Partnerschaft zwischen einem Chemieunternehmen, einem Software-Entwickler, Wetterdiensten und Satellitenbetreibern durchaus sinnvoll. 3-D-Drucker nahe beim Kunden wiederum ersetzen zentrale Produktionsstätten.
Was es dafür braucht: eine zündende Idee, Vorhandenes mit dem Internet zu einem neuen Service zu verbinden.

Ideenreichtum ist auch nötig, denn das Internet der Dinge rationalisiert so manche Stelle weg. Im Kommen sind dafür Software-Entwicklung und Datenanalyse (das Internet der Dinge beruht auf der Auswertung großer Datenmengen). Auch der IT-Chef wird sich bewegen: Wenn die Digitalstrategie zur Kernkompetenz des Unternehmens wird, zieht er als CDO (Chief Digital Officer) schnurstracks in den Vorstand ein.

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