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Chevron zu "unverantwortlichstem Unternehmen" gekürt

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Chevron(c) Bloomberg (Ken James)
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Beim "Gegengipfel" zum Weltwirtschaftsforum in Davos wurde an den US-Ölkonzern Chevron ein Negativpreis verliehen. Er ist für eine Ölpest verantwortlich.

Der US-Ölkonzern Chevron wurde beim "Gegengipfel" zum Weltwirtschaftsforum in Davos zum "unverantwortlichsten Unternehmen der vergangenen zehn Jahre" gekürt. Chevron bekam von den Nichtregierungsorganisationen Erklärung von Bern (EvB) und Greenpeace Schweiz am Freitag den Negativpreis "Public Eye" zugesprochen. In einer Onlinebefragung folgten auf den Plätzen zwei und drei Glencore und Walmart.

Ausgezeichnet wurde Chevron wegen einer Ölpest in den teils noch unberührten Urwäldern im Norden Ecuadors. In seiner "Laudatio" forderte Paul Paz y Miño von der US-Organisation Amazon Watch Chevron auf, einer Verurteilung zur Zahlung von 9,5 Milliarden Dollar (8,2 Milliarden Euro) Schadenersatz und Reinigungskosten endlich Folge zu leisten.

Die Chevron-Anwälte und PR-Berater zögen seit 20 Jahren die Gerechtigkeit und damit das Leid von über 30.000 betroffenen Menschen immer weiter hinaus, sagte Paz y Miño. Amazon Watch will den Verantwortlichen von Chevron ihren "Lifetime Award" am kalifornischen Firmenhauptsitz überreichen.

Schlaglicht auf Menschenrechtsverletzungen und Umweltsünden

EvP und Greenpeace haben seit 2005 während jedem Weltwirtschaftsforum den "Public Eye"-Negativpreis verliehen. Damit wollten sie ein Schlaglicht auf die schlimmsten Menschenrechtsverletzungen und Umweltsünden von großen Konzernen werfen. In diesem Jahr war es die letzte Preisvergabe, in Zukunft wollen sich beide Organisationen in einer breiten zivilgesellschaftlichen Allianz in der Schweiz engagieren. Deren Ziel sind rechtlich verbindliche Regeln für die weltweite Respektierung von Menschenrechten und Umwelt durch Schweizer Unternehmen.

(APA/AFP)