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UNO-Experten für neues System der Währungsreserven

Joseph Stiglitz
(c) APA (Archiv/Hochmuth)

Eine UN-Kommission unter Leitung des Nobelpreisträgers Joseph Stiglitz sieht wachsende Probleme mit dem Dollar als Reservewährung. Sie schlägt ein neues System auf der Basis von Sonderziehungsrechten des IWF vor.

Eine UNO-Kommission unter Leitung des amerikanischen Nobelpreisträgers Joseph Stiglitz hat ein neues System der internationalen Währungsreserven gefordert. Es gebe einen wachsenden Konsens, dass es mit dem Dollar als Reservewährung Probleme gebe, sagte der Wirtschaftswissenschaftler in New York.

In einem Bericht schlägt die Kommission stattdessen ein neues System vor, das auf stark ausgeweiteten sogenannten Sonderziehungsrechten des Internationalen Währungsfonds (IWF) beruhen könnte. Dies würde zu mehr wirtschaftlicher Stabilität und globalem Ausgleich beitragen.

Die Sonderziehungsrechte sind eine Kunstwährung, die durch einen Währungskorb aus Dollar, Euro, Pfund und Yen definiert werden. Damit ließe sich die Gefahr bannen, dass der rapide Wertverfall einer einzelnen Leitwährung die hart verdienten Währungsreserven aushöhle, so die Experten.

Die Kommission wurde vom Präsidenten der UNO-Vollversammlung einberufen. Ihre Vorschläge sollen Grundlage für eine internationale Konferenz zur Weltwirtschaftskrise sein, die vom 1. bis 3. Juni bei den Vereinten Nationen in New York geplant ist.

(APA)