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Frankenkredite: Minister will Privaten helfen

HUNDSTORFER
(c) APA/HANS KLAUS TECHT (HANS KLAUS TECHT)
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Gespräche mit Banken sollen Probleme abfedern.

Wien. Nicht nur Städte wie Wien und Linz sitzen nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses Mitte Jänner auf viel teureren Franken-Krediten, sondern ebenso rund 150.000 private Haushalte in Österreich. Für diese versucht nun der für den Konsumentenschutz zuständige Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) politischer Beistand zu sein. Er führt wegen der Franken-Kredite für Private derzeit Gespräche mit den Banken, damit die Privaten durch die Verteuerung der Fremdwährungskredite weniger stark zum Handkuss kommen. In seinem Büro wurde der „Presse“ am Mittwoch ein entsprechender Bericht des „Kurier“ und die diesbezüglichen Bemühungen bestätigt. Im Hundstorfers Ministerium wird bereits in den kommenden Tagen eine Verhandlungsergebnis erwartet

Die Auswirkungen der Kursfreigabe für den Franken sollen abgefedert werden. Details der Hilfsmaßnahmen wollte man im Konsumentenschutzministerium vorerst nicht nennen.

 

Klagsdrohungen im Raum

Hoffnung auf Kulanzlösungen gibt es deswegen, weil die Banken damit umfassenden Klagen betroffener Kreditnehmer entgehen könnten. Denn diese hatten sich oft mit Stopp-Loss-Aufträgen extra abgesichert. Allerdings hat dieses Sicherheitsnetz bei dem abrupten Kursrutsch nach der kurzfristigen Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizer Nationalbank nicht gewirkt. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat daher die Ansicht vertreten, geschädigte Kreditnehmer mit Stopp-Loss-Aufträgen könnten Ansprüche gegen Banken geltend machen. (red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.01.2015)