Um nicht in die Fänge ausländischer Justizbehörden zu geraten, dürfen die Mitarbeiter einiger Banken nicht mehr aus der Schweiz ausreisen. Bereits vor einem Jahr verbot die UBS ihren Mitarbeitern Auslandsreisen.
Um nicht ins Visier der Ermittler zu geraten haben verschiedene Schweizer Banken ihren Mitarbeitern ein Reiseverbot ins Ausland auferlegt. Wie die Financial Times berichtet, könnten die Banker im Rahmen des globalen Vorgehens gegen das Schweizer Bankgeheimnis von ausländischen Behörden in Gewahrsam genommen werden. Das harte Vorgehen gegen das Bankgeheimnis habe die Institute eingeschüchtert.
"Aus purer Willkür festhalten"
"Wenn ich heute nach Deutschland zu zwei Banken reise, mit denen ich Geschäfte mache, dann kann mich der deutsche Zoll aus purer Willkür festhalten und befragen", so ein Topmanager gegebenüber der FT.
Wie die IRS mitteilte, sollen jene Steuersünder, die sich der Justiz freiwillig stellen, von strafrechtlichen Folgen verschont bleiben.
Ein Drittel des geheimen Geldes in Schweiz
Insgesamt befinde sich nach Angaben der Financial Times Deutschland rund ein Drittel der weltweit 11.000 Mrd. Dollar an geheimem Privatvermögen in der Schweiz. Aufgrund von Ermittlungen gegen die Schweizer Großbank UBS wegen angeblicher Beihilfe zur Steuerhinterziehung hatte das Institut seinen Mitarbeitern bereits im Vorjahr Auslandsreisen in die USA untersagt
(pte/Red.)