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Arbeitsmarkt-Öffnung: Mehr Rumänen und Bulgaren als erwartet

THEMENBILD-PAKET: ARBEIT/BAU/BAUARBEITER
Viele Rumänen arbeiten als Leiharbeiter oder in der Baubranche.(c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)
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Die Zahl der unselbstständig beschäftigten Rumänen und Bulgaren hat sich demnach im Jahresabstand um 38 Prozent auf 40.000 erhöht.

In Folge der Arbeitsmarktöffnung mit 1. Jänner 2014 kamen doppelt so viele Rumänen und Bulgaren auf den österreichischen Arbeitsmarkt als zuvor in einer Studie von WIIW und IHS prognostiziert: Statt der erwarteten 5.500 zusätzlichen Arbeitskräfte aus diesen beiden Ländern waren es 11.000 mehr, wie der "Kurier" berichtet. Die Zahl der unselbstständig beschäftigten Rumänen und Bulgaren hat sich demnach im Jahresabstand um 11.000 oder 38 Prozent auf knapp 40.000 erhöht, gehe aus jüngsten Zahlen des Hauptverbands hervor. Allein aus Rumänien kamen im Vorjahr 8500 zusätzliche Arbeitskräfte. Nicht mitgerechnet sind hier jene rund 20.000 selbstständigen Pflegerinnen, die in der 24-Stunden-Betreuung in Privathaushalten zum Einsatz kommen.

Der höchste Anteil an Rumänen ist in der Sachgüterproduktion beschäftigt, gefolgt von Tourismus, Leiharbeit, Bau und Landwirtschaft (Erntehelfer).

IHS: Zuzug unterschätzt

IHS-Arbeitsmarktexperte Helmut Hofer gibt im "Kurier" zu, den Zuzug unterschätzt zu haben:  "Die Zahl ist zwar immer noch locker verkraftbar, aber im Nachhinein betrachtet waren die prognostizierten 5500 doch etwas zu niedrig".

Offenbar gab es aber auch zahlreiche illegale Beschäftigungsverhältnisse, die mit der Freizügigkeit legalisiert wurden. Demgegenüber wächst die Zahl der ungarischen Arbeitskräfte - der Großteil davon Tagespendler - nicht mehr so stark wie in den vergangenen Jahren.

>>> Mehr zum Thema: Schon fast 500.000 Arbeitslose

Arbeitslosenrate bei 12,4 Prozent

Die Arbeitslosenrate bei Rumänen und Bulgaren liege mit 12,4 Prozent leicht über dem Ausländer-Schnitt. Überdurchschnittlich hoch sei die Arbeitslosigkeit bei türkischen, serbischen und kroatischen Staatsbürgern, während Deutsche und Ungarn sogar unter der Inländer-Quote liegen. Experten sehen einen gewissen Verdrängungseffekt unter Ausländern: Jüngere, gut qualifizierte Zuwanderer ersetzen ältere, schlecht ausgebildete.

>>> Artikel im "Kurier"

(APA/Red,)