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Iran: Preis für Karikatur, die Holocaust leugnet

A display copy of the latest issue of satirical French weekly newspaper Charlie Hebdo is pictured at the Albertine bookstore which is part of the French Consulate in Manhattan, New York
Das Cover des bisher letzten ''Charlie Hebdo''-Hefts(c) REUTERS (CARLO ALLEGRI)
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Das iranische "Haus der Karikaturen" veranstaltet einen Wettbewerb für Karikaturen über die Holocaustleugnung. Offenbar reagiert man damit auf die "Charlie Hebdo"-Satire.

Das iranische "Haus der Karikaturen" schreibt bereits zum zweiten Mal einen Internationalen Karikaturen-Wettbewerb aus, der der Holocaustleugnung gewidmet ist. Damit soll nach Angaben der Zeitung "Teheran Times" gegen das französische satirische Magazin "Charlie Hebdo" protestiert werden, berichtet das Schweizer jüdische Wochenmagazin "Tachles".

Laut Masud Shojaei-Tabatabaii, dem Sekretär des Wettbewerbs, hat "Charlie Hebdo" kürzlich Karikaturen veröffentlichte, die den Propheten Mohammed beleidigt hätten. Laut der "Teheran Times" wird das Palästinensische Museum für zeitgenössische Kunst in der iranischen Hauptstadt die besten Arbeiten ausstellen. Die Zeichnungen sollten bis Anfang April eingereicht werden.

Die beste Karikatur wird mit einem Barpreis von 12.000 Dollar (10.610,08 Euro) belohnt, die Arbeiten auf dem zweiten und dritten Rang erhalten 8000 beziehungsweise 5000 Dollar.

Bereits 2006 Preis für Holocaustleugnung

Für den ersten, 2006 ausgetragenen Wettbewerb waren 750 Karikaturen eingereicht worden.

Die auf den ersten Platz gewählte Karikatur zeigte eine Mauer rund um den Jerusalemer Tempelberg, wobei ein mit einem Davidstern "verzierter" Baukran die einzelnen Teile der mit einem schwarz-weiss Foto von Auschwitz versehenen Mauer an ihren Platz befördert.

Anschlag auf Charlie Hebdo

Bei dem Anschlag auf "Charlie Hebdo" am 7. Jänner starben 12 Menschen. Verübt wurde er von zwei Islamisten, weil "Charlie Hebdo" ihrer Ansicht nach mit seinen Zeichnungen den Islam und insbesondere den Propheten Mohammed beleidigt habe. Die beiden Täter konnten zunächst fliehen, wurden dann aber von der Polizei aufgespürt und bei einem Schusswechsel getötet.

>> "Tehran Times"-Artikel

(APA)