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Hilfsprogramm: Eurogruppenchef gibt Athen 10 Tage Zeit

Dijsselbloem hält ein Auskommen Athens ohne weitere Hilfskredite für möglich.

Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem gibt Griechenland eine Frist bis zu 16. Februar, um sich den Sparvorgaben der Gläubiger zu unterwerfen. Andernfalls stünden dem Land keine neuen Gelder aus dem Hilfsprogramm der EU-Partner zur Verfügung, sagte der niederländische Finanzminister am Freitagabend laut der Nachrichtenagentur Reuters.

Wenn Griechenland bis 16. Februar nicht der Einhaltung der Troika-Auflagen zustimme, ist es nach Ansicht des Eurogruppen-Chefs wegen der fälligen Zustimmung mehrerer nationaler Parlamente äußert schwierig, die mit Ende des Monats auslaufenden Hilfskredite zu verlängern.

Der Niederländer hält aber auch ein Auskommen Athens ohne weitere Hilfskredite für möglich. "Es hängt sehr viel ... vom Vorgehen der griechischen Regierung ab", sagte Dijsselbloem. "Wenn sie mit ihrem Budget klug vorgeht, wenn sie die richtige Art von Schritten setzen, bis ich sicher, dass die Märkte, Finanz-Behörden und Politiker viel Vertrauen in sie haben wird."

Athen will Brückenabkommen

Die Regierung in Athen möchte aus dem Hilfsprogramm der Geber-Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) aussteigen und keine weiteren Sparmaßnahmen umsetzen. Athen bat aber um ein Brückenabkommen, um für die kommenden Wochen den eigenen Finanzbedarf zu sichern.

Auch will die Regierung unter Linkspolitiker Alexis Tsipras beim Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel kommende Woche einen Plan für eine Schulden-Erleichterung vorlegen. "Wir werden am Mittwoch von der neuen griechischen Regierung hören, was sie vorhaben, wie sie mit dem derzeitigen Programm weitermachen wollen", sagte Dijsselbloem. Entscheidungen stünden bei dem Treffen aber keine an.

(APA/Reuters)